Browser-Statistik April, 1.Quartal 2008

Es ist wieder soweit, der April mit seinen ständigen "Hoch's" und "Tief's" ist beendet und uns liegen wieder die neusten Zahlen der Browser-Statistik vor.
Doch wie erwartet hat sich im ersten Quartal des Jahres, keine neuer Trend abzeichnen können. Der Internet Explorer verliert weiter an Marktanteilen, und teilt sie schön in drittel Paketen an die zwei nachfolgenden Browser Firefox und Safari auf.
Interessant wird auch die weitere Entwicklung des Safari Browsers zu beobachten sein. Da der Browser auch in der PC-Welt Einzug gehalten hat und immer größerer Beliebheit unter der PC-Usern erlangt, werden sicherlich die nächsten Monate für den Browser einen Aufschwung bedeuten. Wünschen würde ich es mir, weil auch ich ihn immer mehr im Einsatz habe, da seine Schlichtheit und seine Geschwindigkeit einfach für sich sprechen.
Allerdings könnten die jüngsten Entwicklungen zwischen Yahoo und Microsoft, mit ihren geplatzten Verhandlungen, wieder einen Aufschwung für den Internet Explorer bedeuten.
Mann oder Frau, wird es sehen.
Auf jedenfall werden es wieder spannende Monate bis zum nächsten Quartal werden.
April Browser
Statistik Daten laut: Global Market Share Statistics
Google Docs funtkioniert Offline
Ich habe es in diesem Blog schon öfters gesagt, die Zukunft der Internet-Applikationen liegt im Offline-Betrieb (das bedeutet, dass man einen Web-Service auch ohne Internetverbindung verwenden kann). Heute hat Google einen entscheidenden Schritt in diese Richtung gemacht.
Google Docs, eine webbasierte Office-Suite mit Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Präsentationen, unterstützt ab sofort auch den Offline-Betrieb.
Es verwundert wenig, dass gerade Google diesen Schritt macht. Denn mit
Google-Gears hatte der Suchmaschinen-Hersteller schon vor einiger Zeit ein API präsentiert, mit dem sich solche Lösungen recht einfach umsetzen lassen. Darüber hinaus hat auch das W3C mit dem
HTML 5 Standard entsprechende Neuerungen eingeführt, die den Offline-Modus unterstützen. Die Zukunft bleibt also spannend und wir zeigen, welche Technologie sich durchsetzen wird.
Krieg der Browser: Endlich kommt Bewegung in die Entwicklung!

Die Futurezone hat heute einen sehr interessanten Artikel unter dem Titel #
Die Browserwars 2.0# veröffentlicht. Und tatsächlich, es scheint, dass der schon fast totgesagte Browsermarkt endlich wieder Aufschwung erhält und wieder in Innovationen investiert wird.
Wir erinnern uns: Ende der 90er bzw. Anfang der des Jahrtausends hatte Netscape den Kampf gegen den Microsoft Internet Explorer verloren. Dieser suhlte sich dann in seinen über 90 % Marktanteil. Ganz Microsoft-typisch führte das zu einem total Stillstand in der Entwicklung des Programms. Der IE blieb bis auf ein paar unwesentliche Updates in der Version 6 stecken. Den Benutzern schien das egal, denn sie konnten ja ohne grössere Probleme Internet-Seiten darstellen.
Die Entwickler von Webseiten jedoch brachte dies an den Rand der Verzweiflung, weil der IE 6.0 nur sehr schlecht die HTML- und CSS-Standards unterstützte. Darum musste immer ein Großteil der Entwicklungskosten in die Optimierung für diesen Browser gesteckt werden. Das kostet Zeit, Nerven und das Geld der Auftraggeber.
Dann wurde der Firefox veröffentlich, der aus den Überresten des Netscape-Projekts als Open-Source-Programm entwickelt wurde. Und siehe da, der Markt empfing den Neuankömmling mit offenen Armen und bescherte in kürzester Zeit einen hohen Marktanteil von durchschnittlich 30% und mehr (je nach Land).
Da wachte dann sogar Microsoft wieder auf und versuchte mit der neuen IE 7 Version wieder seine Kunden zurück zu holen. Aber auch dieser Browser hat seine lieben Probleme mit den einfachsten Webstandards. Vor allem stört die meisten Benutzer jedoch die undurchsichtigen Sicherheitseinstellungen, mit denen Microsoft versucht, die Web-Surfer vor Viren, Spyware etc. zu schützen. Ein #normaler# Mensch versteht das alles nicht und muss sich so mit der teilweise eingeschränkter Funktionsfähigkeit von Websites zufrieden geben.
Jetzt sind die neuen Versionen Firefox 3.0 und IE 8 angekündigt worden (
wir haben schon berichtet). Besonders wir als Entwickler sind schon gespannt was uns da erwartet. Aber auch die Betreiber von Webportalen sollten sich freuen. Denn wenn endlich alle Browser die Seiten gleich darstellen können Entwickler (wie MASSIVE ART) deutlich günstiger Umsetzen. Das wäre doch mal was, oder?
Leider kämpfen wir noch immer mit so genannten Legacy-Problemen. Das heisst, fast 30% alle IE Benutzer haben noch Version 6 installiert. Und für die muss man natürlich noch aufwendige und teure Anpassungen machen.
Fazit: In kaum einer anderen Sache ist sich die weltweite Web-Community so einig: Wir wünschen uns viele verschiedene Browser, die aber alle die selben Standards ohne Kompromisse unterstützen.
Apple veröffentlich iPhone SDK und macht (fast) alles richtig.

Apple hat gestern das lang erwartet
iPhone SDK veröffentlich. Zur Erklärung: SDK steht für Software Development Kit. Das ist eine Programmierschnittstelle, die die Entwicklung von Programmen auf einem Computer bzw. Betriebssystem erlaubt.
Bisher war das iPhone ja nicht in der Lage fremde, also nicht von Apple selbst stammende Software auszuführen. Dies war der grosse Kritikpunkt an dem sonst so gelobten Gerät.
Wie immer macht Apple einen grossen Event um die Ankündigung. Und wieder einmal zeigt Apple, wie man so etwas richtig macht. Denn neben dem SDK hat das Unternehmen auch gleich ein ganzes Business-Konzept für den Vertrieb von iPhone-Software mit vorgestellt. Und so funktioniert das ganze:
1. EntwicklungsumgebungDen Entwicklern werden eine ganze Sammlung an Programmen zur Verfügung gestellt, die eine einfache und schnelle Software-Entwicklung ermöglichen. Ganz typisch für Apple ist, dass auch eine Drag&Drop Umgebung für die Erstellung von Oberflächen dabei ist. Somit ist schon mal gewährleistet, dass keine hässlichen, von Programmierern gestalteten Interfaces auftauchen werden.
2. Distribution über iTunesDie fertige Software können die Entwickler über den iTunes-Store vertreiben. Dabei bleiben 70% der Einnahmen bei den Entwicklern. Die müssen sich dafür nicht um Kreditkartenabrechnungen etc. kümmern. Das finde ich generell gut. Es könnte auch Kritiker auf den Plan rufen, die hier eine zu starke Zentralisierung sehen. Auf jeden Fall ermöglicht dies auch kleinen Firmen, ein solides und vertrauenswürdiges Business aufzubauen.
Eine weitere Ankündigung wird das iPhone in Zukunft auch für Unternehmen interessant machen. Das mobile Wunder ist jetzt nämlich auch Microsoft-Exchange-Kompatibel. Laut Apple soll die Konfiguration gerade mal 20 Sekunden dauern bis man Termine, Kontakte ec. mit dem zentralen Exchange-Server synchronisieren kann.
Sollte das iPhone in naher Zukunft auch in Österreich erhältlich sein bin ich überzeugt, dass auch MASSIVE ART die eine oder andere Anwendung entwickeln und veröffentlich wird. Man muss kein überzeugter Mac-Fan sein um zu sehen, das dieses Gerät das führende Mobile-Device im Moment ist. Ich bin schon sehr gespannt, was die Zukunft an neuen Programmen und Lösungen für das iPhone bringen wird.
Dritte Firefox3.0 Beta in einigen Tagen verfügbar
In wenigen Wochen soll die dritte Beta-Version des Firefox 3.0 erscheinen. Somit besteht weiterhin die Möglichkeit, dass es der Mozilla Foundation gelingt, die finale Version des Browsers wie geplant noch Anfang des Jahres zu veröffentlichen.
In der dritten Beta Version sollen bereits alle Funktionen des zukünftigen Browser enthalten sein. Neben optischen Neuerungen zählen vor allem technische Verbesserungen zu den neuen Features. Zu dem zählen Sicherheit, Geschwindigkeitsoptimierungen, ein überarbeiteter Download-Manager sowie diverse Verbesserungen bei der Bedienoberfläche und eine optische Anpassung an neue Betriebssysteme wie Windows Vista oder MacOS X #Leopard#.
Die Anzahl der geplanten Release Candidates ist zwar nicht bekannt, aber der Veröffentlichungszeitraum für die finale Version liegt laut Roadmap immer noch beim Jahresanfang 2008.
Open ID - Es scheint etwas daraus zu werden
Die Meisten von uns kennen das Problem: Man hat auf vielen Web-Portalen ein Profil und weiss schon gar nicht mehr welches Passwort wo hingehört. Und seit die Social-Networks wie Facebook, Myspace & Co immer beliebter werden muss man auch immer öfter die selben persönlichen Daten wie Hobbys, Wohnort oder den Lieblingsfilm angeben. Diese Daten auf aktuellem Stand zu halten kann ganz schön zeitraubend sein. Hier möchte
Open ID Abhilfe schaffen.
Die Open-Source-Initiative bietet einen offenen Standard an, mit dem man sein persönliches Web-Profil auf einem zentralen Server verwalten kann. Prinzipiell kann jeder Webserver ein Open ID Server sein. Man muss ihn nur entsprechend zertifizieren lassen. Beim Registrieren auf einer Plattform muss man nur noch die entsprechende URL seines Open-ID-Servers und ein Passwort angeben. Alle restlichen Daten werden dann automatisch geladen. Das schöne daran ist, dass Daten die noch fehlen angezeigt werden und nach einmaligen speichern für zukünftige Anmeldungen auf anderen Webseiten abgelegt werden. Das System lernt also mit.
Letzte Woche hat
Yahoo angekündigt, dass alle Services über Open ID erreicht werden können. Zudem hat
Google fast am selben Tag veröffentlicht, dass man seine
Blogger-Adresse als Open ID Adresse verwenden kann. Ein wichtiger Schritt der hoffentlich in eine Zukunft führt, in der man nicht hundert mal die selben Daten in Registrierungsformulare eingeben muss.
Internet für Kinder
Die Internet-Community besteht
nicht nur aus Mitte-30-Jährigen, die ständig vor dem Computer sitzen. Immer mehr Menschen wollen ins Web. Dazu gehören auch Senioren oder Kinder. Für beide Gruppen ist das aber nicht immer ganz einfach. Die einen verfügen nicht über langjährige Erfahrung am Computer und haben Schwierigkeiten die mit Angelismen versuchte Internet-Sprache zu verstehen. Für die anderen bergen die meist auf Erwachsene abgestimmte Inhalte eine grosse Gefahr.
Glubble is ein Programm, dass den Browser
Firefox zum eine auf die Bedürfnisse von Kindern abgestimmte Oberfläche verleiht. Zum anderen werden die Inhalte des Internets auf die Zielgruppe von unter 12-jährigen gefiltert. Angenehm daran ist, dass es sich nicht um eine komplizierte Firewall handelt. Das Programm wird installiert und läuft sofort. Eltern können einfach Webseiten als vertrauenswürdig in das Programm hinzufügen. Inhalte von
Google oder
Yahoo werden ebenfalls entsprechend gefiltert.
Ich finde diesen Dienst sehr gut. Das Interface ist sehr einfach gestaltet und würde sich auch für die Zielgruppe der Senioren sehr gut eignen, wenn es nicht ganz so schrill gestaltet wäre. Ein interessantes Projekt!
Schlechter Start für Wiki-Search
Jimmy Wales, Gründer von
Wikipedia, kündigte 2007 an, eine eigene Suchmaschine als direkten Konkurrenten zu
Google starten zu wollen. Seit Heute ist
Wikia Search als erste Alpha nun online.
Mein erster Eindruck:
Das Design wirkt sehr jung und modern. Eigentlich sehr untypisch für Entwicklungen von der Wiki-Foundation, die normalerweise durch ihre ästhetische Grausamkeit glänzen. Man möchte fast meinen, dass hier schon zu viel der typischen Web 2.0 Elemente verwendet worden sind. Leichte Farben, abgerundete Ecken, grosse Schriften. Das kennen wir nur all zu gut von tausenden anderen Websiten. Ich möchte jedoch nicht zu negativ darüber urteilen. Es ist mir so immer noch lieber als der schreckliche Chaos-Typo-Stil von Wikipedia.
Was die Funktionen angeht bin ich nun aber wirklich enttäuscht (wie viele andere auch). Der Suchbegriff #Massive Art# bringt unsere Website nur an dritter Stelle, was auf Grund der Domain www.massiveart.com und den entsprechend relevanten Inhalten nicht nachvollziehbar ist. Die Domain www.massive.com wird höher bewertet. Das ist schlechtweg falsch. Auch andere Suchen ergaben nur sehr begrenzte Ergebnisse.
Das System ist als Soziales-Netzwerk aufgebaut. Das heisst, man kann sein eigenes Profil erstellen und persönliche Details hinterlegen. Der Funktionsumfang ist jedoch noch sehr begrenzt. Generell finde ich jedoch die Idee, ein eigenes Such-Profil zu erstellen sehr gut. Mal sehen was sich daraus noch entwickelt.
Alles in allem ein schlechter Start. Ein solches Produkt sollte schon mit einem gewissen WOW-Effekt aufwarten können um sich erfolgreich zu platzieren. Ich sehe leider im Moment überhaupt keinen Grund diese Suchmaschine zu verwenden. Solange die Ergebnisse nicht besser werden fehlt einfach der Grund dazu. Laut CEO Gil Penchina soll jedoch bereits daran gearbeitet werden. Wir werden sehen ob sich das Projekt über Wasser halten kann.
Screenshots leicht gemacht
Eine schöne Web 2.0 Anwendung, die viel Zeit sparen kann, ist mir aufgefallen.
Der Webdienst von
www.thumbalizr.com ermöglicht die automatisierte Erstellung von Screenshots. Das Tool funktioniert denkbar einfach: Man muss lediglich die URL der gewünschten Website angeben und auf den #thumb it# Button klicken. Schon erstellt Thumbalizr nach einiger Zeit den gewünschten Screenshot. Dabei ist die Möglichkeit, die gesamte Website (also nicht nur das, was der Browser ohne Scrollen anzeigen kann) anzeigen zu lassen das wichtigste Feature.
Einen Nachteil hat das ganze leider auch. Offensichtlich läuft die Anwendung auf einem eher schwachen Webserver. Daher wartet man relativ lange, bis ein Screenshot erstellt ist. Sollte sich der Dienst als Erfolg herausstellen müssen sich die Betreiber schleunigst an die Performance-Verbesserung machen.
Browser-Statistik November

Es ist eine helle Freude mitverfolgen zu können, dass die zwei Webbrowser Firefox und Safari, Monat für Monat immer wieder an Nutzer gewinnen können. Microsoft wird sich über den Winter warm anziehen müssen und sich darüber Gedanken machen müssen, welche Marktstrategien sie für das neue Jahr anstreben wollen, um Ihre Browser-Nutzer wieder zurück zu gewinnen.
Leider ist es meiner Ansicht nach, schon mehr als nur "Fünf vor Zwölf" für Microsoft und ich denke das wenn sie nicht endlich anfangen, richtige CSS Implementierungen zu machen, werden sie weiterhin Nutzer an Firefox verlieren.
November Browser
November Browser Version
Statistik Daten laut: Global Market Share Statistics