Back to the Roots – 7 Jahre bei MASSIVE ART

Back to the roots - 7 Jahre MASSIVE ART
Back to the roots - 7 Jahre MASSIVE ART

Sieben Jahre sind eine lange Zeit und doch vergehen sie wie im Fluge. Ich war 1997 einer der Mitbegründer von MASSIVE ART und darf auf eine turbulente aber spannende Zeit zurückblicken. Von den damaligen Firmengründern ist nur noch der heutige Geschäftsführer Bernd Hepberger geblieben – der mich gemeinsam mit Rainer Schönherr nach fast zehnjähriger Pause wieder zurückgeholt hat.

Bereit für den zweiten Anlauf im gleichen, aber dennoch komplett anderen Unternehmen. Außer dem Namen hat das heutige MASSIVE ART mit dem Start-up von damals nicht mehr viel gemein.

1997 bis 1999: Surfing Vorarlberg

Wir gründeten MASSIVE ART mit Studienkollegen und wollten einfach nur die aufkeimende Dotcom-Welle reiten. Im Internethype Ende der Neunziger hatten wir relativ leichtes Spiel und konnten schon bald namhafte Referenzen vorweisen. Das Geheimnis unseres Erfolgs war der Fokus auf Kundenbindung durch bestmögliche Betreuung. Und manche unserer ersten Kunden betreut MASSIVE ART noch heute.

MASSIVE ART - 1997
MASSIVE ART - 1997

Robert Walch (links) und Bernd Hepberger im ersten MASSIVE ART Büro: auf dem Dachboden von Mitbegründer Oliver Pretz

Als geringfügig Angestellte im eigenen Unternehmen haben wir fünf Studenten in den ersten beiden Jahren bald Gewinne eingefahren. Doch das sollte sich bald ändern. Das Budget für 1999 sah einen Mindestumsatz von 600.000 Schilling vor. Eine für uns unvorstellbar hohe Summe, die der damalige Geschäftsführer Thomas Nasswetter auf das Flipchart kritzelte. Die Gehälter gingen nach Studienabschluss nach oben und der erste Mitarbeiter wurde eingestellt.

2000 bis 2001: Neues Jahrhundert, neues Glück

Die Geschichte von MASSIVE ART ist auch eine Geschichte der unglaublichen Zufälle – mit seinen Höhen und Tiefen. Als das Geld knapp wurde, hat sich ein Schweizer Investor beteiligt und wir konnten rechtzeitig Venture Kapital sichern – und mit dem Vorarlberger Chancenkapital verdoppeln. So ausgestattet war unser Kurs im Internet-Hype-Jahr 2000 klar auf Wachstum ausgerichtet. Im Sommer 2001 zählte MASSIVE ART inklusive Praktikanten plötzlich zwanzig Mitarbeiter. Wir mussten schnell feststellen, dass wir organisatorisch nicht mitgewachsen sind. Zu dieser Zeit kam dann auch der Rainer an Bord.

2001 bis 2002: Shake it like a roller coaster

Nach „Nine-Eleven“ steuerten wir auf den größten Verlust der Firmengeschichte zu. Im BWL-Unterricht hatte unser Professor immer wiederholt, dass eine ausreichende Liquidität der grundlegendste Indikator für ein erfolgreiches Unternehmen ist. Mittlerweile in der Position des Geschäftsführers bekam ich die Auswirkungen im „real life“ schmerzhaft zu spüren. Aber diese Krise hat uns erst richtig zusammengeschweißt. Bis 2002 konnten wir den Prokopfumsatz verdreifachen und die Kosten halbieren. Gesundgeschrumpft sind wir auf der Suche nach neuen Möglichkeiten und Märkten auf das Schweizer IT-Consulting Unternehmen ipt aufmerksam geworden.

2003 bis 2004: Ab jetzt "Made in Switzerland"

Die Fusion mit der Holding Gesellschaft ging in wenigen Monaten über die Bühne. Wir konnten von neuen Aufträgen aus der Schweiz profitieren und 2003 nach langer Zeit wieder mit einem Gewinn abschließen. Das war für mich persönlich der größte Erfolg meiner beruflichen Laufbahn. Doch der Zusammenschluss hatte unsere Positionierung als Web-Agentur in Frage gestellt. Wir hatten unterschiedliche Auffassung davon, wie es weiter gehen soll. Auf der Jagd nach wirtschaftlichem Erfolg kann man die gemeinsamen Ziele schnell aus den Augen verlieren.

Bye, bye MASSIVE ART

2004 war die Zeit gekommen, sich neu zu orientieren. Ein großer Kunde hat sich entschlossen MASSIVE ART zu übernehmen und ich konnte mich neuen Herausforderungen stellen. Mit gemischten Gefühlen ging es nach Salzburg, anschließend nach Lech und dann sollte ich nochmals die Schulbank an der Uni Liechtenstein drücken. Doch das ist eine andere Geschichte ...

2013 bis heute: Home again.

Viel Zeit ist seither vergangen. Rainer und Bernd haben MASSIVE ART wieder vollständig übernommen und mich zurück ins Boot geholt. Umso mehr freue ich mich jetzt, dass ich wieder dabei bin und mich mit dem Team der Abteilung „E-Business Plattforms“ um spannende Projekte im E-Commerce Umfeld kümmern darf.

Back to the Roots – 7 Jahre bei MASSIVE ART - Olli mit Team
Back to the Roots – 7 Jahre bei MASSIVE ART - Olli mit Team

Mal sehen was die zweiten sieben Jahre bei MASSIVE ART für mich an Herausforderungen bereithalten. An Spannung wird es sicherlich auch diesmal nicht fehlen. Sieht wohl so aus, als das ich wieder Zuhause bin.

(Bildquelle: © dp3010/iStockphoto; Bildtitel: Erste MASSIVE ART Website)

Diskutieren Sie mit uns auf Facebook und Twitter . Natürlich freuen wir uns auch über ein E-Mail von Ihnen.

Mehr Artikel zum Thema:

loading
Nach oben