AllFacebook Marketing Conference 2014

MASSIVE-ART-AllFacebook-Berlin
MASSIVE-ART-AllFacebook-Berlin

Zwei Bühnen, neunzehn Talks und mehr als zwanzig Top-Speaker! Das haben wir uns nicht zweimal sagen lassen. Wenn die Online-Spezialisten von morgen die Hauptstadt unseres Nachbarn rocken sind wir natürlich dabei. AllFacebook Marketing Konferenz in Berlin, wir machen das.

Und so ging es für Kathrin, Yvonne und Stefan in die Online-Metropole: 24h AllFacebook und jede Menge Marketing – ich habe nachgefragt.

Warum sollte man als Online Marketer auf die AllFacebook?

YVONNE: Facebook ist derzeit das größte soziale Netzwerk und wie auch auf der Konferenz im ersten Talk ("Goodbye Google. The fantastic future of Facebook") berichtet wurde, hat Facebook große Pläne für die Zukunft. Der Titel des Talks ist sehr provokant, denn ob Facebook Google je in den Schatten stellen kann, steht wohl noch im Raum. Fakt ist aber, das Facebook auch weiterhin viel in die Entwicklung stecken wird und daher für uns Online Marketer auch in Zukunft interessant und wichtig bleibt.

STEFAN: Das "Warum" lässt sich meiner Meinung nach am Einfachsten mit den teilnehmenden Speakern erklären. Und natürlich ist Facebook nach wie vor das größte soziale Netzwerk. Der Eröffnungstalk mit dem provokanten Titel "Goodbye Google. The fantastic future of Facebook“ zeigte deutlich, das Facebook noch Großes vor hat (Atlas & Co.). Unternehmen, die frühzeitig auf den Zug aufspringen, können davon profitieren. Alles in allem ist auf der AllFacebook Marketing Conference für jeden etwas dabei – egal ob Community Manager, Content Creator, Advertising Manager oder einfach nur Social Media Enthusiast.

KATHRIN: In der Conference bekommt man die wichtigsten Facebook-Themen von Experten auf den Punkt gebracht. Facebook hat sich das Larry Page Prinzip zu Herzen genommen "Schaffe etwas, das ein Nutzer mindestens ein bis zwei Mal am Tag braucht". Facebook, Facebook Messenger, Instagram, Whatsapp, friendsfeed, Atlas – all das gehört dazu. Dort, wo sich die einzelnen Zielgruppen bewegen, setzen wir in der Werbung an.

24h AllFacebook Marketing Konferenz. Da habt ihr euch ein straffes Programm herausgesucht: Hat es sich gelohnt?

YVONNE: Ja, auf jeden Fall! Es war meine erste Konferenz und ich war total begeistert. Es war toll die Speaker, die man normalerweise nur von Blogs im Internet kennt, auch mal live zu sehen. 

KATHRIN: Ja, straff war es – gelohnt hat es sich aber auf jeden Fall! Eigene Erfahrungen auch mal außerhalb des Büros zu diskutieren weckt immer neue Ideen. Und natürlich nimmt man von den Speakern der Conference auch den einen oder anderen heißen Tipp mit.

STEFAN: Definitiv. Wieder einmal habe ich viel mitgeschrieben, getwittert und interessante Menschen kennengelernt.

Stefan, für dich war es bereits das zweite Mal auf der AllFacebook. Was hat sich verändert, was war neu – außer den Speakern?

STEFAN: Dieses Mal ging es verstärkt um rechtliche Themen, Problemfälle und Stolperfallen. Es wurde viel darüber diskutiert, was alles möglich wäre, bis uns die Rechtsanwälte Thomas Schwenke und Carsten Ulbricht wieder auf den Boden der Tatsachen geholt haben. Vor allem die "Grey & Black Hat" Möglichkeiten von Thomas Thaler haben den einen oder anderen ins Staunen versetzt – mich eingeschlossen.

19 Vorträge an einem Tag. War das überhaupt machbar?

STEFAN: Es war machbar – bedeutete aber auch, dass man die ergatterten Steckdosen alle dreißig Minuten freigeben musste. Aber so hatten wir wenigstens von Zeit zu Zeit etwas Bewegung. Während des Tages konnte man auf Twitter auch Teile der anderen Vorträge aufschnappen.

YVONNE: Die Vorträge fanden im Laufe des Tages in zwei verschiedenen Räumen statt – daher konnten wir leider nicht bei allen dabei Talks sein. Doch mehr als die Hälfte war machbar. Und wie Stefan schon angesprochen hat, konnte man mit dem Hashtag #afbmc mitverfolgen, was gerade im parallelen Talk gesprochen wurde.

Und welche Speaker haben euch besonders begeistert?

YVONNE: Der letzte Talk des Tages hat mir mit am besten gefallen – Sven Wiesner berichtet von einer möglichen Trendwende: „Auf Always On folgt Individual Off“. Durch den bewussten Verzicht auf „being always online“ versuchen die Menschen der ständigen Informationsflut und dem Perfektionsdruck zu entkommen. Spannend war auch der Talk von Christian Lee und Britta Heer „Willkommen in der Echtzeit“. Mit aktuellen und teilweise humorvollen Beispielen zeigten sie, dass es auch auf Facebook möglich ist, schnell auf Ereignisse zu reagieren und in Echtzeit zu posten. Wichtig ist und bleibt: Relevanz und einen Bezug zur eigenen Marke herstellen!

KATHRIN: Für mich waren es die Rechtsanwälte Markus Schwenke und Carsten Ulbricht. Wie in einer Comedyshow brachten sie das umfassende Thema „Facebook Rechtsupdate 2014“ in 90 Minuten auf den Punkt.

Claudia Bazanella, McDonalds`s Österreich und Dieter Rappold, Agentur vi Knallgrau die zum Thema „Brand Love & Brand Hate“ aus dem Nähkästchen plauderten. Und natürlich der Schlussvortrag von Sven Wiesner der die These „Internet ist wichtig wie Strom, Heizung und Wasser“ etwas relativierte.

STEFAN: Mir gefiel der Beitrag von Thomas Thaler am Besten. Nicht nur, dass er mit seiner Tiroler Art sympathisch war, sein Vortrag war für mich auch am unterhaltsamsten und interessantesten – auch wenn vieles davon in der Praxis keine Anwendung finden darf (Black Hat!). Zum krönenden Abschluss stellte uns Sven Wiesner noch die Frage, wann uns das letzte Mal so richtig langweilig war und ob wir die Stille genossen haben. Er spricht von einem neuen Trend, von "always online“ hin zum Bewussten „individual off“.

Facebook vs. WhatsApp – wer hatte während der Konferenz gefühlt mehr Zugriffe?

YVONNE: Weder noch, gefühlt hatte Twitter am meisten Zugriffe. Ein großes Thema der Konferenz war, wie schon erwähnt, die „Echtzeit“ – also genau das, was Twitter auch auszeichnet. So tweetete beispielsweise Thomas Schwenke während seines Talks über die wichtigsten Kernaussagen seines Themas. Der Hashtag #afbmc schaffte es zwischendurch sogar auf Platz 4 der beliebtesten Hashtags des Tages in Deutschland!

STEFAN: Weder Facebook noch WhatsApp konnten es mit den 140 Zeichen Chats aufnehmen. Nach anfänglichen Wlan Schwierigkeiten – wie im letzten Jahr – waren viele der Anwesenden intensiv auf Twitter unterwegs. Zwischenzeitlich schaffte ich es auf Platz 10 der #afbmc-User. Rechtsanwalt Carsten Ulbricht war sogar so gut vorbereitet, dass er getimte Tweets zu Blogbeiträgen veröffentlichte – während er auf der Bühne stand! Das nenne ich vorbildliche Kommunikation in Echtzeit.

Was war das Interessanteste, Lustigste, Kurioseste, das ihr auf der Konferenz gehört, gesehen oder gelesen habt?

YVONNE: Das war für mich der Talk von Tomas Thaler. Mit seiner coolen Art hat er uns erklärt, was man auf Facebook NICHT machen darf – aber die beste Performance erreichen würde. Facebook Scrapping ist dabei nur eine der vielen Black Hat Methoden. Und natürlich der Cat-Content von Stefan.

STEFAN: Da war so einiges Interessantes dabei:

  • McDonalds Österreich garantiert eine 100 prozentige Response Rate. 
  • 33 Prozent der Besucher erwarten sich eine Antwort innerhalb von 60 Minuten. 
  • Custom und Lookalike Audiences bieten wertvolle Möglichkeiten den Streuverlust auf Facebook zu minimieren und spezifischeres Targeting zu nutzen (Warenkorbabbrüche, letzte Bestellung vor 30 Tagen usw.). 
  • Nutze das Toothbrush Prinzip von Larry Page („Schaffe etwas, was der Nutzer mindestens 1-2 am Tag nutzt“. 
  • Wir haben online eine kürzere Aufmerksamkeitsspanne als ein Goldfisch.
  • Und zu guter Letzt „Done is better than perfect“.

Und welche zwei Learnings werdet ihr zuerst in die Tat umsetzen?

STEFAN: Die wichtigste Kennzahl auf Facebook sollte die Cost per Conversion sein. Wenn diese nicht gedeckt ist, sollte man sich zumindest aus der finanziellen Sicht Gedanken über Optimierungen machen. Echtzeit macht den Unterschied: Realtime + Relevanz + Paid + Fail Forward = Success.

YVONNE: Thomas Hutter stellte in seinem Talk die Custom & Lokalike Audiences vor, anhand derer Website Besucher auch auf Facebook gefunden werden können. Das haben wir zwar auch schon im Einsatz, aber da gibt es noch weit mehr Potenzial. Erstaunlich war auch die 100-prozentige Antwortrate von McDonald, die man jedem Marketer ans Herz legen kann.

KATHRIN: Die aktuelle Rechtslage vor allen Facebook Aktivitäten zu überprüfen. Fünf Punkte, die man kennen sollte:


  1. Stockbilder nur mit Social Media Lizenz nutzen,
  2. jedes Posting einzeln betrachten
  3. das Impressum bei konkreten Angeboten immer auch im Posting anführen
  4. Teilnahmebedingungen von Gewinnspielen
  5. Embedding stellt (grundsätzlich) keinen Rechtsverstoss dar

Und noch mehr in Echtzeit zu kommunizieren.

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