Der erste Netzdialog Vorarlberg. Ein Rückblick.

MASSIVE ART Blog: Ersten Netzdialog Vorarlberg
MASSIVE ART Blog: Ersten Netzdialog Vorarlberg

Am 10. März fand in Dornbirn der erste Netzdialog Vorarlberg statt. Die Veranstaltung war für eine Debut-Veranstaltung sehr gut besucht, was klar macht, wie viel Interesse dem Thema entgegengebracht wird. Kernstück der Veranstaltung waren zwei interessante Vorträge, gefolgt von einer allerdings recht einseitigen Diskussion.

Der gefühlte Tenor der Diskussionsbeiträge war, dass jeder im Saal zwar überzeugt war, dass Social Media ein wichtiger Bestandteil u. a. der Unternehmenskommunikation sein wird, aber kaum einer der Anwesenden kurzfristig aktiv etwas in die Richtung unternehmen wolle. Es hatte den Anschein, dass eine ,Erst mal schauen was die anderen machen.‘-Stimmung vorherrschte.

Das ist in doppelter Hinsicht schade, denn derzeit herrscht auf Facebook und Co. noch immer eine gewisse Aufbruchstimmung, die Experimente zum Teil noch erlaubt und Fehler verzeiht. Zum anderen ist der Aufbau von neuen Beziehungen zum Kunden eine langfristige Angelegenheit, bei der es um jeden ungenutzten Monat schade ist.

Und natürlich herrscht die allgegenwärtige und immer wieder gern beschworene Angst vor Kontrollverlust.

Diese ist aber relativ zu betrachten, da auch ohne eigene Aktivitäten über Unternehmen und Produkte wertend diskutiert wird. Zum anderen sind dort Menschen am Werk, die auch in der Gemeinschaft im Internet durchaus vergleichbar reagieren wie im ,Real Life‘. Am besten lässt sich das am mehrfach bemühten Beispiel des Unternehmens veranschaulichen, das zwar 3000 Fans hat, aber auch den einen Mitarbeiter, der just entlassen wurde und darüber wenig begeistert ist:

Ja, es kann gut sein, dass dieser Stimmung gegen das Unternehmen macht. Sichtbar für alle. Aber: Dann gibt es immer noch 2999 Fans, die wie im echten Leben korrigierend und relativierend eingreifen. Und das werden sie wahrscheinlich auch tun. Und selbst wenn nicht, hat das Unternehmen immer noch den Vorteil, dass es 1) die Kritik unmittelbar mitbekommt und 2) auf offiziellem Kanal angemessen reagieren kann.

Auf die Frage nach der Fünf-Jahres-Perspektive zu dem Thema habe ich an dem Abend bereits geäußert, dass Social Media bis dahin selbstverständlicher Bestandteil der Unternehmensprozesse in der Kommunikation und im Kundenservice sein wird. Bis dahin können Agenturen Unternehmen dabei helfen, mit den neuen Möglichkeiten vertraut zu werden, gemeinsam Konzepte zu entwickeln und Unternehmen zu befähigen das Beste für sich aus den neuen Möglichkeiten zu holen. Hier kommt es auf ein maß- und planvolles Herangehen an.

Eine weitere Frage war: Was werden die Agenturen in fünf Jahren in diesem Bereich machen? Keine Ahnung, aber ich bin sicher, dass in der Zwischenzeit großartige Entwicklungen stattfinden werden, die jede Langeweile verhindern werden. Es bleibt spannend.

In diesem Sinne: A little less conversation - a little more Action please!

Auf dem Bild oben sehen Sie Dennis Bemmann, einen Mitbegründer der VZ-Netzwerke. Den Videomitschnitt vom Netzdialog finden Sie hier.

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