Die Highlights der jQuery Europe 2013

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Am 22. und 23. Februar fand die diesjährige und damit auch die erste jQuery Europe Conference in Wien statt. An diesen 2 Tagen traf sich die JavaScript Community mit Entwicklern aus aller Welt im Palais Liechtenstein. Natürlich durfte MASSIVE ART bei so einem Ereignis nicht fehlen.

Mit Sprechern wie u.A. Mike West, Christian Heilmann und Patrick Lauke war es kein Wunder dass die erste jQuery Europe Veranstaltung gänzlich ausverkauft war. Naja, vielleicht hat das prachtvolle Ambiente des Wiener Palais Liechtenstein auch seinen Teil dazu beigetragen.

Wie der Name der Veranstaltung schon sagt, ging es hauptsächlich um die JavaScript Bibliothek jQuery. Nicht alle Sprecher fokussierten sich jedoch darauf, sondern behandelten auch andere, ebenfalls sehr interessante Themen wie z.B. “Content Security Policy” und “Web on TV”. Dies sorgte für eine gute Abwechslung zwischen den Vorträgen.

Erster Tag

Das Event startete mit dem Thema “The State of jQuery” bei dem Richard D. Worth (jQuery Foundation Director) sowohl über den aktuellen Stand als auch über die Zukunft von jQuery sprach. Ein besonders interessanter Aspekt war, wie sehr das jQuery Team sich auf die Hilfe der Community verlassen kann. Das beginnt bei der jQuery Core Entwicklung bis hin zum Aufbau der Website. Desweiteren zeigte er noch, wie man eine jQuery Major Version in die eigene Website einbinden kann, die auch nach Updates immer auf dem aktuellen Stand bleibt.

<script src="https://ajax.googleapis.com/ajax/libs/jquery/1.9.1/jquery.min.js" type="text/javascript"></script>

Hier wird explizit gesagt welche jQuery Version eingebunden werden soll. Falls jQuery aber auf 1.9.2 wechselt, verwendet man nun eine veraltete Version auf seiner Website und muss notfalls die Links manuell ersetzen.

<script src="https://ajax.googleapis.com/ajax/libs/jquery/1.9/jquery.min.js" type="text/javascript"></script>

Indem man aber die letzte Version-Ziffer weglässt, nutzt man immer die aktuelle jQuery Minor Release Version.

Der zweite Vortrag an diesem Tag kam von Corey Frang zum Thema “The Anatomy of a jQuery UI widget” wo er sowohl über das Erstellen von jQuery Widgets als auch über die jQuery Widget Factory als ganzes sprach.

Doug Neiner (appendTo), der nächste Sprecher auf der Konferenz, hat einen sehr zu empfehlenden Blog Artikel über die jQuery Widget Factory geschrieben.

Er selbst hielt einen Vortrag über CSS3 Animation und Transitions, bei dem er auch auf Performance Aspekte von Style Manipulationen mit Hilfe von jQuery einging. Als letzter Redner am Vormittag hat Sebastian Kurfürst (Typo 3 Core) über modulares Java Script mit Require JS gesprochen.

Während der Pause zeigte Microsoft, der Hauptsponsor der Konferenz, wie schnell man mit Webtechnologien Programme für Windows 8 erstellen kann.

Am Nachmittag begann Jörn Zaefferrer (jQuery UI Core) mit seinem Vortrag über barrierefreie Webseiten. Beeindruckend war dabei, wie wenig der Entwickler sich mit diesem Thema auseinander setzen.

Golo Roden, der nächste Sprecher, beeindruckte indem er jQuery auf dem Server brachte und mit Hilfe von NodeJS das DOM auch dort bearbeiten konnte. Für mich eines der Highlights der Veranstaltung.

Nach einer kurzen Kaffeepause gab es etwas nerdige Action mit Sascha Wolter (Deutsche Telekom) und seinem Arduino Board. Den Abschluss für den ersten Tag machte Christian Heilmann (Mozilla) mit den Themen Entwicklung des Webs, Tooling und Performance.

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Zweiter Tag

Nach dem interessanten Vortrag von Todd Parker (jQuery Mobile) über Responsive Web Design mit dem Framework jQeury Mobile und der, meiner Meinung nach, nicht so ganz interessanten Rede von Maximilian Knor (Microsoft) über den Einsatz von jQuery in Kombination mit ASP.Net kam der für mich beste Beitrag der gesamten Veranstaltung von Mike West (Google) über das Thema Content Security Policy.

Dabei geht es grundsätzlich darum, auf einer Website mit Hilfe einer White-List zu sagen, von wo Files (Java Scripts, CSS-Files, iFrames, etc.) geladen werden können. Mike hat zu diesem Thema noch einen sehr ausführlichen Artikel geschrieben. Erwähnenswert finde ich seine folgende Bemerkung:

“Hacker werden unendlich mal mehr Zeit darin investieren um Schwachstellen in deiner Website zu finden als du dafür um sie sicher zu machen.”

Theodore Biadala (Drupal Core) schloss den Vormittag mit einem Bericht über die Erfahrungen die das Drupal Team mit jQuery in den letzten sechs Jahren gemacht hatte, ab. Anschließend machte Patrick Lauke mit “Web on TV” weiter. Dieser Vortrag war deshalb so interessant, weil nur sehr wenige Web Entwickler den Fernseher als Plattform für ihre Website in Betracht ziehen.

Ein weiterer Favorit für den Preis “Besten Vortrag” war Dio Synodinos (C4Media). Er sprach über Animationen mit CSS3, Visualisierung im Web mit Hilfe von Canvas und SVG und zeigte mehrere Beispiele zur “Pure CSS Movement”, bei der komplexe Elemente nur mit HTML und CSS erstellt werden.

Nach der letzten Kaffeepause brachten Anne-Gaelle Colom mit dem Thema “Good UI Design Principles” und Henry Berguis mit einem Vortrag zum Inline Editor Creat JS das erste jQuery Europe Event zu seinem Ende.

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Fazit

Die jQuery Europe 2013 war ein sehr gelungenes Event und konnte sowohl von den Themen als auch von den Sprechern mit anderen Java Script Veranstaltungen in Europa mithalten. Alles in allem stehen die Chancen sehr gut, dass es nächstes Jahr auch eine jQuery Europe gibt.

Für mich persönlich war das die erste größere Entwickler Konferenz, an der ich teilgenommen habe und es war eine großartige Erfahrung, mich mit der tollen Community austauschen zu können. Somit war die Veranstaltung auch eines DER Highlights in meiner bisherigen beruflichen Laufbahn als Web Entwickler.

Quelle: Fotos von Michele Pauty (apa-fotoservice)

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