FOWA 2011 - Future of Web Applications in London

MASSIVE ART Blog: -02
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‚The Future of Webapplications’ ist schon seit Jahren ein Muss-Termin für MASSIVE ART WebServices. Wir sind jedes Jahr darauf gespannt und jedes Jahr erneut über den Input und die Inspiration erstaunt: neue Trends und neue Technologien kommen vor allem aus Amerika.

In den letzten beiden Jahren standen viele Vorträge im Zeichen von Cloud Computing. Mittlerweile haben sich die Wogen aber gelegt und Cloud Computing wird als Instrumentarium fast wie eine Datenbank oder eine Programmiersprache erwähnt. Dabei scheint sich besonders ein Service durch besonderen Komfort und Verbindung zu Github etabliert zu haben. Jedem, der sich für Cloud Computing interessiert, empfehle ich den Dienst Heroku näher zu betrachten.

Demgegenüber steht Microsofts allgegenwärtiger Versuch seine Variante von CloudComputing zu etablieren: Azure, was von den Teilnehmern allerdings kaum beachtet wurde.

Was war dieses Jahr im Fokus und wurde gepushed?

Vor allem HTML5 und die aktuellen Browsergenerationen wurden hervorgehoben.

Ein Vortrag hat sich mit den neuen Möglichkeiten in Kombination der serverseitigen Scripting Engine Node.js und den Socket Connections für Realtime Games beschäftigt. Dabei unterstützt der Internet Explorer 9 mit der direkten Möglichkeit die Grafikkarte anzusprechen die Entwicklung von völlig neuen Echtzeit-Community Browsergames.

Einen sehr ambitionierten und informativen Vortrag hielt Giorgio Sardo von Microsoft. Er zeigte anhand visionärer Projekte die Möglichkeiten von HTML in Kombination mit Socket.io – neben SVG Comic Darstellungen über Realtime Community Games im Spielhallenlook war alles dabei.

Im Bereich Web Development wurde der Begriff ‚Responsive Web’ des Öfteren genannt. Dieser Ansatz verfolgt die Entwicklung, Inhalte einer Website immer in optimaler Form auf die zur Verfügung stehende Auflösung des Browsers anzupassen. Auch wir bei MASSIVE ART versuchen bereits diesen Ansatz – soweit es Zeit und Budget erlauben – umzusetzen.

Abseits der Trends in der Entwicklung von Web Applications referiert schon seit mehreren Jahren Dave MC Clure von der Firma 500startups. Er hielt einen originellen Vortrag darüber, welche Kriterien ein Startup Unternehmen erfüllen muss, damit eine Finanzspritze über Investmentfirmen ermöglicht werden kann.

Ein Highlight der letzten Jahre wie auch in diesem Jahr, das mir persönlich immer sehr imponiert, ist der Vortrag von Robert Christopherson. Er referierte über die Möglichkeiten und die teilweise Unmöglichkeiten einer blinden Person (er selbst ist ebenso blind), sich im Internet erfolgreich zu bewegen. Dieses Jahr hat er über die neuen Möglichkeiten im Bereich iOS-iPad-, iPhone-Applikationen für blinde Personen gesprochen. Ich empfehle jedem Interessierten seinen Vortrag anzusehen.

Insgesamt gesehen hat sich der Besuch der FOWA auch dieses Jahr wieder gelohnt. Mir wurde dieses Jahr aber bewusst, dass sich die Geschwindigkeit der Weiterentwicklung verlangsamt hat und auch die neuen großen Visionen und Quantensprünge ausgeblieben sind. Vielmehr beschäftigten sich sehr viele Vorträge damit, mit bestehenden Technologien wirtschaftlich effiziente Lösungen zu erarbeiten: "How to make money" steht plötzlich viel zentraler im Vordergrund. Eine Entwicklung die vor allem in Krisenzeiten gerne gesehen wird.

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