Mit Sulu auf der SymfonyLive in London

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Wie bereits vor ein paar Wochen angekündigt, ging es für uns letztes Wochenende nach London. Im Handgepäck: Sulu – geballt mit jeder Menge Vorfreude auf die SymfonyLive, eine der größten Entwicklerkonferenzen in UK.

Mit fantastischem Blick auf das London Eye, The Shard und auf den Big Ben hatten wir den wohl schönsten Stand in der Ecke für Community Sponsors.

SymfonyLive – die Konferenz

Hinein in den Londoner U-Bahn-Dschungel! Und zum Veranstaltungsort mitten im Zentrum. Noch kurz unseren Banner aufgestellt, die Laptops gebooted, für den Lightning Talk am Nachmittag registriert und wir waren startklar. Da wir zu dritt waren, konnten wir uns neben der Standbetreuung auch alle Talks anschauen – gute Planung ist alles. 

Und bereits die Opening Keynote war beeindruckend. Nach ein paar organisatorischen Notwendigkeiten gab es zwei Lightning Talks – einmal über eine MySQL Clustering Lösung und über einen Versuch "Offline first" zu etablieren. Das hört sich für Webentwickler im ersten Moment vielleicht etwas seltsam an, aber mir hat der Talk sehr gut gefallen. Wir haben zwar meist einen Internetzugang, dennoch muss es nicht sein, dass Applikationen ohne Internet die Ausführung komplett verweigern. Gerade an Plätzen wie U-Bahn-Stationen oder im Einkaufszentrum kommt das erfahrungsgemäß häufiger vor – bei uns würde man wohl eher von Bergen oder Schluchten sprechen ;-). 

Beim anschließenden Talk "Understanding Craftmanship" von Marcello Duarte kamen viele grundlegende Aspekte zur Sprache:

  • Agenturen sollten Partner statt Kunden haben
  • die zu liefernde Qualität der Software als wichtiger Entscheidungsfaktor
  • bei längeren Entwicklungen ist es die Aufgabe der Entwickler, einen nachhaltigen Pace gegenüber dem Management zu verteidigen
  • gleichzeitig ist es wichtig, Aufgaben abzuschließen
  • verstärkt im Fokus: soziale Komponente in einem Team – "Know where you are, and respect where others are."
  • wie sich das Lernverhalten von Entwicklern mit der Zeit ändert

Nach diesem tollen Einstieg wechselten wir uns weiter ab – mit den Talks und der Standbewachung. So bekam ich einen umfassenden Einblick in Frontend Optimierung mit Gulp und Continuous Deployment.

Talks, Talks, Talks

Nun ging es für mich ein Stockwerk tiefer – zum Lightning Talk auf der Unconference: Mein Auftrit mit Sulu vor einem kleinen, aber feinen Publikum.

Gleich im Anschluss machten wir uns gemeinsam auf den Weg zur Closing Keynote – und kamen gerade rechtzeitig zur Fragerunde des Vortrags "Decoupling with Design Patterns und Symfony DIC". Der Titel machte auf mich zunächst einen etwas langweiligen Eindruck – bis mir die Sprachlosigkeit des Publikums auffiel. Da hatten wir mit der Präsentation von Konstantin Kudryashov wohl die beste der ganzen Konferenz verpasst. Schüchterne Fragen wie "How long did it take you to implement that?" und viele Tweets bestärkten dieses Gefühl. Zum Glück wurden die Talks alle aufgezeichnet :-).

Neben der Auflösung von Gewinnspielen und etwas Sponsoring gab es bei der Closing Keynote einen großartigen Talk von David Zuelke. Sein Vergleich der Entwicklung der IT-Branche mit dem Brückenbau – vom Steinhaufen bis zur Hängeseilbrücke –  und dem Weg vom Kino zu Netflix ist fast schon legendär.

"To do more and more with less and less until eventually you can do everything with nothing" nach Buckminster "Bucky" Fuller war die Kernaussage der Keynote, die er unter dem Begriff Ephemeralization vorstellte. Folgerichtig wurde im Publikum getwittert:

Fachsimpeln am Community Stand

Neben all diesen tollen Talks konnten wir – vor allem in den Pausen – auch einige Leute für Sulu begeistern. Naturgemäß bekamen wir für das Design sehr viel Lob. Der Vergleich mit der Administrationsoberfläche des Symfony CMFs, von welcher wir auch Komponenten verwenden, hinkt zwar etwas, wurde aber relativ oft angesprochen.

MASSIVE-ART-SymfonyLive-London-Stand
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Viel positives Feedback bekamen wir auch für unsere Auffassung von Content Management. Anscheinend missfällt es nicht nur uns, dass man in vielen anderen CMS nur auf einen HTML-Editor zurückgreifen kann. Dementsprechen kamen unsere Content Types gut an. Mit ihnen ist es für den Entwickler viel leichter, ein einheitliches Erscheinungsbild der Website zu gewährleisten.

Besonders in Erinnerung geblieben ist mir ein Gespräch mit einem Entwickler über eine etwas verzwickte Problemstellung. Hier konnte ich direkt auf unseren Smart Content verweisen, welcher Aggregation ermöglicht. Eigentlich wollte er sich bei uns nur inspirieren lassen, um ein ähnliches Feature weniger generisch für sich selbst zu implementieren, jetzt wird er sich Sulu genauer anschauen.

MASSIVE-ART-SymfonyLive-London
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Socialize!

Zum Abschluss ging es mit der gesamten Symfony-Family ins Walkers of Whitehall, einem netten Pub im Zentrum. Gemeinsam mit den Konferenzteilnehmern haben wir den Abend ausklingen lassen. Man merke: Es ist gar nicht so einfach, sich im Großstadtgedränge nicht aus den Augen zu verlieren. Aber: Ein Hoch auf die feine, englische Pub-Kultur – und mit zwei wohlverdienten Guiness sieht es sich gleich besser ;).

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