Talk im Steinebach: Social Networks – Fluch oder Segen für Unternehmen

MASSIVE ART Blog: Talk im Steinebach
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Am 7. Juni, 19 h fanden wir uns für den Impuls-Vortrag von Dr. Benedikt Köhler, einem Digital Media Expert der Münchner Firma ethority, zum Talk im Steinebach ein.

Social Media und die Entscheidung eines Unternehmens auf Plattforen wie Facebook zu networken, ist nach wie vor ein polarisierendes Thema: Fluch oder Segen lautete die dominierende Frage des Abends.

In seinem kompakten Vortrag gab Köhler eine Einführung und einen Überblick zur Entwicklung der Medien und wie sich das Kommunikations-Verhalten der User in den letzten 50 Jahren verändert hat: Waren Empfänger analoger Medien nur Zuhörer und Zuschauer, sind Empfänger im digitalen Zeitalter sowohl Konsumenten als auch Produzenten. Vor allem in den letzten fünf Jahren haben User ein Sendungsbewusstsein entwickelt, das zunehmend auch eine Reaktion einfordert. Diese Anspruchs-Haltung kommt auch auf Social Media Foren zum Ausdruck. Betreibt ein Unternehmen einen Account, muss es dort Rede und Antwort stehen. Denn ein unbelebter Account ist nicht besser als sich in Abstinenz zu üben. Neben der Frage, welches Konzept ein Unternehmen mit einem FB-Account verfolgt, drängen sich immer mehr wirtschaftliche Bedenken in den Vordergrund: Wer betreut und verantwortet die dortige Kommunikation, zu welchen Zeiten verpflichtet sich ein Unternehmen Rede und Antwort zu stehen, welche Botschaften werden gesendet? 

An den Vortrag Köhlers anknüpfend diskutierten im Podiumsgespräch Vertreter der Unternehmen Getzner Werkstoffe und der VKW mit unserem Bernd und dem Publikum, wo die Vorteile und die Risiken liegen. 

Ein Vorteil und eine Chance ist die Gestaltung eines neuen Kanals. Podiumsgast Andreas Neuhauser, Leiter der Unternehmenskommunikation der VKW, berichtete sogar von einer kompletten Umstellung des Kommunikationsmodus und der Tonalität, um Kunden wirksam und nachhaltig zu erreichen. Er betonte neben dem anfänglichen Mehraufwand und der Neuorientierung vor allem den erreichten Erfolg, beispielsweise in der Rekrutierung von Personal und in der Kundenbindung. Die VKW könne mit ihrem VB-Account einen zusätzlichen Service anbieten, der genutzt und gelobt werde. 

Podiumsgast Guntram Pollak, Leiter der Unternehmenskommunikation der Getzner Werkstoffe, gab hingegen offen die Bedenken zur Aufbereitung von Inhalten als auch zur Bereitstellung von Personal für die Betreuung eines FB-Accounts zu. Ein Unternehmen könne auch ohne Social Media bestehen, aber es komme nicht umhin, sich mit der Frage zumindest auseinanderzusetzen.

Endgültige Weisheiten und goldene Regeln konnten keine festgelegt werden, dafür ist das Web und seine Community zu groß und unterliegt Entwicklungen, die schneller vonstatten gehen als die Entscheidung in Unternehmen, ob ein FB-Account eingerichtet werden soll oder nicht.

Unser Fazit:

1. Wenn Sie Social Media Foren nutzen, gestalten Sie einen professionellen Auftritt.

2. Legen Sie ein Konzept fest, definieren Sie Ziele, denken Sie über Ihre Erwartungshaltung nach.

3. Überlegen Sie, welche Plattform für Ihre Zwecke und Ziele am dienlichsten ist.

4. Fragen Sie uns - wir machen das ;)

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