Digital First: Loading

2018.
Hart
aber
herzlich.

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Beim täglichen Blick in den Spiegel fällt einem das nicht aufzuhaltende Älterwerden ja Gottseidank meistens nicht auf. Wer möchte schon ständig mit dem eigenen biologischen Zerfall konfrontiert werden? Im digitalen Zeitalter, das nun wirklich gar nichts mehr vergisst, werden wir dennoch in unerbittlicher Regelmässigkeit an die gefühlt zunehmende Geschwindigkeit unseres Daseins erinnert. Zahllose Jahresrückblicke auf Facebook & Co werfen uns das vergangene Jahr um die Ohren, egal ob glückliche Momente oder solche, die wir am liebsten schon lange vergessen hätten.

Im Jänner 2018 hatte ich einen solchen Flashback, als mir bewusst wurde, dass wir vor exakt 20 Jahren die MASSIVE ART GmbH gegründet haben (die Agentur selbst entstand bereits ein Jahr vorher). Bei dem Gedanken ist mir beinahe schwindlig geworden, darum habe ich ihn auch gleich wieder verworfen und mir vorgenommen, dem ganzen nicht allzu viel Aufmerksamkeit zu widmen. Und trotzdem, das Gefühl, dass ich jetzt schon über 20 Jahre im Digital Business bin, hat mich immer wieder eingeholt. 

Wenn’s mal nicht so gut läuft

Agenturen haben ja so ihre Probleme damit zuzugeben, dass die Performance auch mal nicht so toll ist. Dabei sind wir wohl eine der volatilsten Branchen überhaupt. Mit Projektdurchlaufzeiten von durchschnittlich 6 Monaten und einem Sales-Forecast von ca. 3 Monaten lebt man quasi von der Hand in den Mund. Die Erfahrung lehrt einen zwar irgendwann, nicht daran zu verzweifeln, dass man keine Ahnung hat, von was man in 2 Monaten die Löhne zahlen soll. Aber ein mehr oder weniger unsicheres Gefühl ist doch der ständige Begleiter des Agenturinhabers.  

Das erste Quartal 2018 war, bringen wird es auf den Punkt, für uns ziemlich mager. Warum, ist mir bis heute nicht so ganz klar. Vielleicht waren wir durch das unglaubliche Arbeitspensum Ende 2017 so gelähmt, dass wir die ersten 3 Monate des Jahres nicht gut vorgeplant hatten. Ein paar sehr komplexe Projekte haben uns vielleicht auch den klaren Blick genommen. Egal, wenn Du mal in der Umsatzflaute steckst, kannst Du unmittelbar fast gar nichts machen. Zu lange dauert es, neue Projekte aufzusetzen und ins (bezahlte) Tun zu kommen. 

Zu dieser Zeit habe ich in vielen Nächten ziemlich schlecht geschlafen. Und ich weiss, dass ich nicht der einzige im Unternehmen war, dem es so erging. Nutzt aber alles nichts, Kopf hoch, Rücken durchgestreckt und weiter laufen. Das hat sich wiedermal als die einzig richtige Strategie erwiesen. So haben wir uns schlussendlich in neues Fahrtwasser gelenkt und den Kahn wieder auf den richtigen Kurs gebracht. Der Jahresabschluss ist aus heutiger Sicht sehr erfreulich. Denn, und darauf kommt es letztendlich an, unser Team hat nicht locker gelassen und lag in einigen Monaten deutlich über der geplanten Performance. Dafür kann man als Geschäftsführer nicht genug Danke sagen. Ohne Deine Mannschaft bist du nämlich gar nichts!

Bitte, lasst alles beim alten!

Als wahren Kraftakt hat sich ein anderes Projekt herausgestellt. Nämlich die komplette Neustrukturierung unserer Unternehmensorganisation. Nach dem wir auf fast 70 Mitarbeiter angewachsen sind, war eine radikale Umstellung mehr als notwendig. Zudem fordern immer mehr Kunden ein zertifiziertes Qualitätsmanagement von ihren Lieferanten. Und hier haben wir wieder einen Schwachpunkt, den vor allem Agenturen aufweisen. Nämlich, dass die interne Firmenkultur dem Begriff „Reorganisation“ eher abweisend gegenübergestellt ist. Warum die gemütlichen ausgetretenen Pfade verlassen? Warum alles, was bisher so toll funktioniert hat, in Frage stellen? Warum nicht einfach so bleiben wie man ist? 

Die Antwort ist, dass eben nicht alles so toll funktioniert wie man glaubt, und es an allen Ecken und Enden unendlich viele Optimierungspotentiale gibt. Darüber hinaus wollen wir auch weiterhin wachsen können, doch das verlangt erhebliche strukturelle Anpassungen, damit unser Unternehmen auch in Zukunft rentabel bleiben kann. Klingt doch alles nachvollziehbar, oder? Aber erklären Sie das mal einem Mitarbeiter, der seit Jahren seine Projekte bestens im Griff hat und wirklich keinen Lust verspürt, seine Prozesse zu ändern, nur damit sein Entwicklerteam in der Lage ist, doppelt so große Aufträge abzuwickeln. Ist doch alles wie früher, nur doppelt so gross, oder?

Leider nein. Und darum haben wir uns durch unzählige Diskussionen, Workshops, Ablaufdiagramme und Streitereien gekämpft. Manchmal wollten wir schon aufgeben, so gross war der Widerstand gegen die Veränderungen. Aber steter Tropfen höhlt bekanntlich den Stein und die Beharrlichkeit hat sich dann doch noch ausbezahlt. Heute haben wir die Umstellung unserer Projektabläufe auf die Scrum-Methodik fast abgeschlossen, haben unsere 4 Geschäftsfelder geschärft und repositioniert, neue Mitarbeiter für innovative Produkte gewinnen können und sind ingesamt auf dem besten Wege, für die Herausforderungen der nächsten Jahre bestens vorbereitet zu sein. Soll heissen, wir haben dafür gesorgt, dass wir immer noch stehen, wenn uns die harte Business-Realität das nächste Mal wieder so richtig in den Allerwertesten tritt. 

Vorarlberger in Wien

Oh ja, unser Abenteuer in Wien dürfen wir hier natürlich auch nicht unerwähnt lassen. What a rollercoaster ride!

Begonnen hat alles sehr naiv durch ein Joint Venture mit einer klassischen Kommunikationsagentur. Das Motto: einfach mal ein paar Leute von uns da reinsetzen und schauen was passiert. Aber Wien ist anders, besonders für uns Vorarlberger.

Wir Alemannen sind ja ein eigenes Völkchen, haben’s gerne klar strukturiert und ohne allzu grosse Überraschungen. Mit dieser Einstellung kann man in der Bundeshauptstadt aber gleich wieder einpacken. Da ist einiges an Flexibilität gefragt, insbesondere im Umgang mit einer erstaunlichen Anzahl äusserst exzentrischer Menschen, die einem im Geschäftsalltag so über den Weg laufen. Aber wir wollen diesbezüglich nicht ins Detail gehen… 

Schlussendlich haben wir schnell erkannt, dass wir nur Erfolg haben werden, wenn wir die Herausforderung „Wien“ voll umfänglich annehmen. Darum haben wir uns entschlossen, ein eigenes Büro zu eröffnen. Und das hat sich ausbezahlt, denn trotz der anfänglichen Akklimatisierungschwierigkeiten, konnten wir überraschend schnell ein ausserordentlich tolles und kompetentes Entwicklerteam aufbauen. Hier gilt der Dank unserem Standortleiter Yannick Treichel, der den Spirit von MASSIVE ART auch in 650 Kilometer Entfernung am Leben hält. Und natürlich Oliver Pretz, der das Wiener Büro unermüdlich und minutiös aufgebaut hat. Insgesamt 7 Mitarbeiter arbeiten heute für uns in der Landesgerichtsstrasse im ersten Bezirk und wir haben mächtig viel Freude mit jedem einzelnen von ihnen!

Data is the new oil

Neben den vielen Herausforderungen war 2018 der Aufbau unseres neuen „Growth“ Teams definitiv ein voller Erfolg. Denn hinter dem Begriff „Data Driven Marketing“ versteckt sich nichts anderes als die Zukunft unserer Agentur. Gut, ich bin für meine grossen Sprüche bekannt, aber das meine ich wirklich ernst. Denn wir sind heute mehr denn je überzeugt, dass Unternehmen endlich dazu übergehen müssen, ihre digitalen Handlungsentscheidungen auf Basis solider und aussagekräftiger Daten zu treffen. Und mit unserem Team und der dazugehörigen Fachkompetenz sind wir in der Lage, dem Mittelstand und der Industrie das notwendige Know-How und die Werkzeuge dazu liefern.

Darum werden wir diesen Geschäftsbereich auch in den nächsten Jahren weiter umfassend ausbauen und haben das klare Ziel, MASSIVE ART als den führenden digitalen Data-Spezialisten im Bodenseeraum zu positionieren. 

Back to the future

Jahresrückblicke liegen uns als „Digitale“ eigentlich nicht so besonders. Ständig beschäftigen wir uns mit Innovationen und der Blick ist somit eher nach vorne als nach hinten gerichtet. Ab und an muss man aber auch mal über die Schultern schauen und das Geleistete bewerten. Denn trotz unserer Kultur der ständigen und radikalen Innovation ist das Lernen aus der eigenen Historie von größter Wichtigkeit. Und da fühlt man dann plötzlich die 20 Jahre, die man als Unternehmen auf dem Buckel hat. Aber nicht als Altlast, sondern viel mehr als wertvollen Erfahrungsschatz, der es uns ermöglicht, nicht an jedem Missgeschick gleich zu verzweifeln. Wie heisst es: „Erfolgreich ist nicht, wer nie Fehler macht, sondern, wer einmal mehr aufsteht als er hinfällt.“ Ich finde, das ist die beste Zusammenfassung für 2018. 

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