E-Commerce Trends 2016: Social Media im Fokus der Online-Shops

massive-art-ecommerce-webshop-strassencafe
massive-art-ecommerce-webshop-strassencafe

Bereits zum sechsten Mal veröffentlicht die Aufgesang Inbound Marketing GmbH eine Studie über die neuesten Trends und Entwicklungen im Bereich E-Commerce Marketing. Zur ersten Jahreshälfte 2016 wurden die Aktivitäten der 197 größten deutschen Online-Shops hinsichtlich Trafficverteilung, Suchmaschinenoptimierung (SEO), Google AdWords (SEA) und Social Media untersucht. 

1. Weniger Traffic über Google AdWords

Steigender Wettbewerb – wie etwa der Erfolg von Google-Shopping Anzeigen – und das Angebot alternativer Suchmaschinen (Amazon, Booking.com) führt dazu, dass die Maßnahmen in den Suchmaschinen breiter gestreut werden. Dies zeigt sich u.a. im sinkenden Traffic-Anteil von Google AdWords – von 7,47 Prozent (2015) auf 5,03 Prozent (1.JH 2016). Stellt sich die Frage: Ist Google AdWords auf dem absteigenden Ast? Ein auffälliger Negativtrend war bereits 2015 erkennbar, wie die nachfolgende Grafik zeigt. Dieser hat sich nun 2016 weiter fortgesetzt. Aber auch das Thema Effizienz kann hierbei eine Rolle spielen: Je besser optimiert und je exakter die richtigen Menschen angesprochen werden, desto weniger Traffic ist notwendig und desto weniger Kosten fallen für den Betreiber an.

Abbildung 1: AdWords-Traffic-Anteil (Quelle: sem-deutschland.de)

Für Online-Händler empfiehlt es sich also, ihren Web-Shop strategisch zu planen und das Kommunikationskonzept darauf aufzubauen. So bleibt der Weg vom Erstkontakt bis zum Kauf kurz und die Ressourcen können in die Nachbetreuung fließen. Denn letztendlich sind es die loyalen (wiederkehrenden und überzeugten) Kunden, die zu einer höheren Conversion führen, nicht ein drastischer Traffic.

massive-art-google-adwords-traffic-anteil
massive-art-google-adwords-traffic-anteil

2. Social Media immer mehr im Fokus

Allgemein ist zu erkennen, dass Online-Shops ihren Fokus verstärkt auf Social Media legen. Dadurch konnten – laut der aktuellen Studie – alle untersuchten Online-Shops ihre Sichtbarkeit in den letzten drei Jahren deutlich steigern. Besonders spannend ist dies für Online-Shops im Endkunden-Bereich.

In puncto Traffic-Gewinn ist Facebook (68,70 Prozent) mit enormem Abstand deutlich an der Spitze der Social Media-Kanäle, gefolgt von YouTube (15,66 Prozent).

Abbildung 2: Verteilung Social Traffic 2016 (Quelle: sem-deutschland.de)

Obwohl Facebook branchenübergreifend derzeit die Nummer eins ist, gibt es Unterschiede. So hat zum Beispiel YouTube in der Elektronik-Branche eine besonders hohe Relevanz. Das hat auch unser Kunde myRobotcenter erkannt. Mit dem eigenen YouTube-Channel ist das erfolgreiche Vorarlberger Onlinehandelsunternehmen im Verkauf von Haushaltsrobotern ganz vorne mit dabei.

«In den vergangenen drei Jahren haben uns Facebook, YouTube und Co. mit Abstand den größten Traffic-Zuwachs beschert. Soziale Medien sind aus unserer Online-Marketing-Strategie nicht mehr wegzudenken.» Geschäftsführer myRobotcenter Christian Sommer

massive-art-social-traffic-2016
massive-art-social-traffic-2016

3. Organische Suche bleibt wichtigster Kanal

Branchenübergreifend stieg der Anteil der organischen Suche von 82,42 Prozent in 2015 auf 85,32 Prozent in 2016 an – und bleibt damit für alle untersuchten Web-Shops der wichtigste Kanal. Das bedeutet: Know your SEO. Stellen Sie sich auf die Bedürfnisse Ihrer Kunden ein, damit Sie in der Google-Suche vorn bleiben.

Zudem wird die Google-Suche aufgrund der steigenden Mobilnutzung immer wichtiger. Wie oft greifen Sie zum Beispiel zum Smartphone, um schnell etwas zu recherchieren? Umso wichtiger wird es für Online-Handler, ihre Shops mobile-optimiert zu präsentieren.

Unsere Empfehlungen

  • Bauen Sie Ihren Web-Shop auf einem strategischen Grundgerüst auf – sowohl technisch als auch inhaltlich. Damit schöpfen Sie Ihr Online-Potential vollständig aus und ersparen sich nachträgliche Kosten.
  • Konzentrieren Sie sich auf die Social-Media-Kanäle, die für ihre Branche bzw. Zielgruppe wichtig sind.
  • Bestimmen Sie einen Verantwortlichen, der für die Verwaltung der Kanäle zuständig ist (regelmäßige Postings, Feedack, etc.) – schnelle Reaktionen auf Kundenfeedback werden erwartet.
  • Nehmen Sie Kundenkommentare ernst und ergreifen Sie die Chance mit dem Kunden in Kontakt zu treten.
  • Bieten Sie (marken)relevanten Content und eine authentische Kommunikation, damit die Nutzer die Inhalte wahrnehmen und mit ihnen interagieren. Gleichzeitig festigen Sie damit das gewünschte Image.
  • Platzieren Sie klare Call to Actions, um den Kunden weiterzuführen. Eine intuitive Nutzerführung zahlt sich aus.

Mein Fazit

Die Studie zeigt, wie wichtig ganzheitliches Online Marketing für einen langfristigen Erfolg ist. Demzufolge muss Social Media fester Bestandteil eines erfolgreichen Marketingkonzepts für Online-Shops werden.

Durch die Einbindung der Kanäle profiteren Shop-Betreiber von großen Reichweiten und Vernetzungsmöglichkeiten. Zudem werden die Aktivitäten (Likes, Kommentare, Shares) auf diesen Kanälen auch bei den Google-Rankings berücksichtigt.

Jedoch muss ein Unternehmen bereit sein, die benötigten Ressourcen einzusetzen, um die Kanäle professionell bedienen zu können. Denn eine vernachlässigte, nicht aktuelle Social-Media-Präsenz kann sich negativ auf den Erfolg und das Image auswirken.

(Quelle: sem-deutschland.de)

Diskutieren Sie mit uns auf Facebook und Twitter . Natürlich freuen wir uns auch über ein E-Mail von Ihnen.

Mehr Artikel zum Thema:

loading
Nach oben