Das Interview zur strategischen Partnerschaft in Wien

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v.l.n.r. Oliver Pretz (E-Business Strategist, MASSIVE ART), Daniel Gantner (CEO gantnerundenzi), Rainer Schönherr (CEO MASSIVE ART), Marisa Langer (Account Managerin, MASSIVE ART Wien), Bernd Hepberger (CEO MASSIVE ART), Markus Enzi (CEO gantnerundenzi)

Wir ziehen nach Wien! Und gründen eine WG mit der Kreativagentur gantnerundenzi. Doch dabei geht es uns nicht um neue Kunden.

Wie es zu der strategischen Partnerschaft kam und warum es uns ausgerechnet nach Wien zieht, dazu habe ich die Geschäftsführer beider Unternehmen befragt: Bernd Hepberger von MASSIVE ART sowie Daniel Gantner von gantnerundenzi.

Wie kam es zur Kooperation?

Bernd Hepberger: Der Zufall hat wiedermal eine große Rolle gespielt. Daniel Gantner von gantnerundenzi ist ein entfernter Verwandter von mir. Bei einem Familientreffen haben wir uns über das Business unterhalten und schnell festgestellt, dass es interessante Anknüpfungspunkte gibt: gantnerundenzi suchen als klassische Agentur mehr digitale Kompetenz, MASSIVE ART ist intensiv auf der Suche nach neuen Mitarbeitern.

Mit Daniels Hilfe konnten wir ein kleines aber sehr kompetentes Team für uns gewinnen, das ab Februar in den Wiener Räumlichkeiten von gantnerundenzi als MASSIVE ART Wien arbeiten wird. Im Gegenzug stellen wir unser digitales Know-how und unsere Produkte der klassischen Agentur voll umfänglich zur Verfügung.

Gibt es in Wien denn nicht schon genug Digitalagenturen?

Bernd Hepberger: Wie immer geht es aber um die richtige Positionierung. Gemeinsam mit gantnerundenzi können wir eine sehr spannende Kombination aus kreativer Kampagnenkompetenz und digitaler Durchsetzungskraft anbieten. Vor allem mit dem Enterprise CMS Sulu – das dank Open Source Lizenz sehr effizient einsetzbar ist – haben wir ein für den Wiener Markt wirklich interessantes Produkt im Gepäck.

Welches Ziel hat MASSIVE ART mit dem neuen Standort?

Bernd Hepberger: Es mag vielleicht etwas seltsam klingen, aber in der ersten Phase ist es gar nicht unser primäres Ziel, neue Kunden zu gewinnen. Viel mehr wollen wir uns strategisch im größten Markt für Fachkräfte in Österreich positionieren. Denn das Wachstum in Vorarlberg wird zunehmend schwierig für uns. Das limitierte Einzugsgebiet und das extrem hohe Lohnniveau für IT-Fachkräfte – vor allem in der benachbarten Schweiz – machen es für Unternehmen wie MASSIVE ART zunehmend schwierig, mit nur einem Standort auszukommen.

Outsourcing kommt für uns aber nicht in Frage, denn unsere Kunden schätzen unsere umfassende In-House-Kompetenz. Der Schritt zu einem zusätzlichen Standort für die Erweiterung unserer Kapazitäten ist also nur logisch. Und natürlich wollen wir in Zukunft auch im ostösterreichischen Markt Fuß fassen. Mit Markus Enzi und Daniel Gantner haben wir die richtigen lokalen Partner gefunden, mit denen das auch gelingen kann.

Heißt das, ein Teil von MASSIVE ART zieht nach Wien?

Bernd Hepberger: Nein, wir bauen ein eigenständiges Team in Wien auf. Zum Start werden wir mit vier Mitarbeitern vertreten sein – darunter die sehr erfahrene Account Managerin Marisa Langer. Weitere Mitarbeiter sind schon geplant.

Wir sehen aber auch eine große Chance in mehr Mobilität bei unserem bestehenden Team. Wien ist ja nur einen kurzen Flug entfernt und wir planen einen regen Austausch zwischen beiden Standorten. Ich persönlich finde es sehr spannend, dass Mitarbeiter aus Dornbirn auch mal ein Projekt in Wien umsetzen können, und natürlich auch umgekehrt.

Was wird getan, damit der MASSIVE ART Spirit über die Trennung hinweg erhalten bleibt?

Bernd Hepberger: Oliver Pretz, ein „MASSIVE“ der ersten Stunde und Mitglied unserer Geschäftsleitung, wird für das Büro in Wien verantwortlich sein. Zudem werden neue Mitarbeiter, vor allem in der Anfangsphase, in Dornbirn geschult.

Wir planen standortübergreifende Teams, was bedeutet, dass sehr viel Austausch auf täglicher Basis notwendig ist. Ich denke, das ist eine gute Grundlage um unsere Kultur auch am neuen Standort zu etablieren. Natürlich werden wir lernen müssen, uns an die neuen Gegebenheiten anzupassen. Aber wenn MASSIVE ART in den letzten zwanzig Jahren eines gelernt hat, dann ist es sich ständig neu zu erfinden.

Warum ist für gantnerundenzi MASSIVE ART ein interessanter Partner?

Daniel Gantner: Mit MASSIVE ART haben wir einen Partner gefunden, dessen langjährige Digitalkompetenz und Größe uns wirklich glaubwürdig am Markt auftreten lassen. Die Kooperation eröffnet uns als Kreativagentur neue Perspektiven für New Business und bestehende Kunden. Besonders attraktiv ist die technische Kompetenz und Exzellenz. Damit bieten wir digitale Lösungen am Letztstand der Technik. Klassik und digital vereint unter einem Dach. Die Full-Service Werbeagentur, neu definiert im wahrsten Sinne des Wortes.

Ab dem Frühjahr ist nun ein vierköpfiges MASSIVE ART Team bei euch in Wien. Wie läuft die Zusammenarbeit ab?

Daniel Gantner: Wir arbeiten in kleinen Teams von kreativen Köpfen. Dazu kommen nun digitale Experten hinzu. Wir sind überzeugt, dass wir uns dadurch von der ersten Sekunde an gegenseitig befruchten und inspirieren werden. Die Grenzen zwischen klassisch und digital sind ab sofort fließend. Der Fokus auf das kreative Produkt und tatsächlich umsetzbare Lösungen bleibt dabei gleich.

Wir haben das Jahr 2025: Wie sieht die Kooperation heute – nach sieben erfolgreichen Jahren – aus?

Bernd Hepberger: Sieben Jahre sind in der Digital-Branche eine unendlich lange Zeit. Aus heutiger Sicht werden aber auch in absehbarer Zukunft klassische und digitale Agenden von jeweils hochspezialisierten Anbietern betreut. Aber: Die Schnittstellen müssen besser funktionieren und beide Seiten müssen mehr voneinander lernen! Denn Kommunikation wird immer medienübergreifender und Print, Bewegtbild und Digital werden immer mehr verschmelzen. In einer erfolgreichen Kooperation haben beide Partner das selbe Ziel vor Augen, wissen um die Stärken des jeweils anderen und können quasi blind aufeinander vertrauen.

Daniel Gantner: Wir können uns gar nicht mehr vorstellen, wie es früher einmal war. Für uns beide steht eins fest: Keine Markenführung ohne Digitalisierung. Keine Digitaliserung ohne Markenführung. 

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