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5
UX-Prinzipien,
die
man
kennen
muss

5 User Experience Prinzipien

Den User verstehen, Probleme lösen, eine übersichtliche, selbsterklärende und intuitive Bedienung und ein positives Nutzererlebnis – all diese Komponenten machen eine erstrebenswerte User Experience aus.

Die User Experience zählt zur Königsdisziplin eines digitalen Produktes. Und diese mag gelernt sein. Denn eine Website, eine App oder ein Webshop, den die User aufgrund seiner Benutzerfreundlichkeit gerne besuchen, ist eher eine Ausnahme statt die Regel – LEIDER! Wir beschäftigen uns deshalb laufend und intensiv mit dem Thema und sind stolz darauf, auch zertifizierte UX-Experten im Team zu haben. Sie geben ihr Know-how intern weiter und lassen es in jedes Kundenprojekt miteinfließen.

#1 User Experience zeigt sich in den Details

UX-Designer treffen Entscheidungen basierend auf datengestützten Erkenntnissen, weshalb es besonders interessant ist, das Verhalten der User auf Websites, Onlineshops, Apps und dergleichen zu beobachten und zu analysieren. Booking.com und Amazon sind Paradebeispiele für regelmäßiges Testing. Tagtäglich werden mehrere hundert AB-Tests auf den stark frequentierten Seiten durchgeführt. Über den Lauf der Zeit haben die Erkenntnisse aus den Tests viele Parallelen aufgezeigt. Dass sich Webportale häufig sehr ähnlich sehen oder sich ähnlich bedienen lassen, ist weder ein Zufall, noch ein offensichtlicher Imitationsversuch.

Während eine gute Usability oft nicht bewusst wahrgenommen wird, sorgt eine schlechte Usability im Nu für Frustration und Ärger beim User. Besonders im Web sind User schnell irritiert oder verunsichert, wenn sich eine Funktion plötzlich anders bedienen lässt oder nicht an einer gewohnten Stelle aufzufinden ist. Eine gute User Experience verlangt nicht immer nach einer großen digitalen Revolution - vielmehr sind es um kleine, aber feine Details, die dem User ein positives Nutzererlebnis bescheren und die Verwendung erleichtern.

Dies kann unter anderem ein personalisierter Willkommensscreen sein, ein besonders unkomplizierter Checkout, ein spielerisch zu bedienender Konfigurator oder ein Produktfinder, der in nur wenigen Schritten das passende Produkt vorschlägt.

Great designers don’t copy, but analyze common patterns and shape those to fit their context.

Gabriel Kirmaier, Author „UX Bites“

#2 Durch User Research verstehen wir den User erst wirklich

UX-Design ist eine absolut selbstlose, altruistische Disziplin. Als UX- / UI-Designer bleibt unser Ego zu Hause, denn wir konzipieren einzig und alleine für die User. Wir scheuen uns auch nicht davor, unsere getroffenen Annahmen bei einem Usability Test auf die Probe zu stellen.

Einer der wichtigsten UX-Leitsätze lautet: “You are NOT the user.” Und dies gilt sowohl für uns als digitale Experten, als auch für Unternehmen. Diese haben zwar bestimmt ein tiefes Verständnis über ihre eigenen Kunden. Doch zahlreiche User Research Projekte haben gezeigt, dass Annahmen, die über die eigenen Kunden getroffen wurden, sehr oft widerlegt werden. Sie waren im Endeffekt lediglich nicht mehr als ein „educated guess“. Diese Erkenntnis kann anfangs durchaus schmerzhaft sein, war man doch stets im Glauben, seine Zielgruppe und Kunden in- und auswendig zu kennen. Wenn man jedoch den Mut aufbringt, sich auf Userfeedback einzulassen, warten wertvolle Erkenntnisse und Konzepte, die ab sofort auf Daten und Fakten basieren, und nicht nur auf Hypothesen.

In jedem UX-Projekt sollte also unbedingt eine Form von User Research durchgeführt werden, um validierte Insights über das User-Verhalten zu erhalten. Dafür können bewährte UX-Research Methoden eingesetzt werden, wie etwa:

  • Usability Tests
  • Tiefeninterviews
  • User Recordings
  • Heatmaps

Jede Art von User Research ist besser als gar keine. Es hilft zb. schon, Feedback von einer nicht im Projekt involvierten Person einzufangen, statt nur Annahmen darüber zu treffen, wie der User sich wohl in dieser oder jener Situation verhält.

#3 UX löst User-Probleme

Super “designy” und über-animierte Websites sind toll für ein Portfolio, nicht jedoch für eine performanceorientierte E-Business Lösung. Im UX geht es darum, echte User-Probleme zu lösen, was wiederum voraussetzt, dass man seine Zielgruppe kennt. Für wen designen wir die digitale Experience? Dafür müssen wir herausfinden, wer unser System nutzt und vor allem warum.
 

Folgende Fragen stellen wir uns über den User:
 

  • Was sind seine Ziele, mit welcher Fragestellung kommt er auf das digitale Produkt (Bsp: Website, App, Webshop...)?
  • In welchem Kontext befindet er sich?
  • Ist er unterwegs am Smartphone, oder am Schreibtisch im Büro?
  • Ist er in Eile oder hat er viel Zeit zu recherchieren?
  • Wie viel Vorwissen über das Thema oder das Produkt bringt er mit?
  • Was ist seine Erwartungshaltung (“mental model”), wie unsere Website funktionieren soll bzw. welche Funktionen und Services wir bieten sollen?
  • Wie verhält er sich, wenn er versucht, sein User-Problem zu lösen?


Schafft es eine Website, das Problem des Users zu lösen – sei es über eine besonders einfache Informationsarchitektur, eine ausgezeichnete Suchfunktion, eine detaillierte technische Beschreibung der Produkteigenschaften, einen Produktkonfigurator oder einen schneller Zugang zu Kontaktdaten, haben wir unsere Arbeit gut gemacht.


Gute User Experience Beispiele aus dem echten Leben:

good_user_experience@2x
good_user_experience2@2x
good_user_experience3@2x
good_user_experience4@2x

Manch einer kennt es von sich selbst - eine gute Usability hinterlässt einen bleibenden Eindruck. Der Mensch ist so gestrickt, dass eine anfängliche Begeisterung sich im Handumdrehen in eine Gewohnheit verwandelt. Neue Standards werden schnell als selbstverständlich erachtet und der User erwartet sich diese auf allen Websites, Apps, Shops, etc. - unabhängig ob der Nutzer privat oder beruflich surft.

#4 UX verlangt nach Priorisierung

Das Prinzip der Priorisierung begleitet uns UX- & UI-Designer tagtäglich. Zu priorisieren bedeutet, sich auf das Wesentliche zu fokussieren und die wichtigsten Features eines Produktes hervorzuheben. Es sollte visuell leicht auffindbar und einfach anzuwenden sein.

Eines der besten Beispiele für fehlende Priorisierung kennt wohl noch jeder von uns: die Fernbedienung für einen DVD-Player. Wie viele Funktionen haben wir davon tatsächlich benutzt? Von einigen Knöpfen wussten wir nicht einmal, was sie bewirken.

Alle Optionen und Funktionen darzustellen, ist keinesfalls unter “Priorisierung” zu verstehen. Funktionen aufgrund von Design-Ansprüchen zu verstecken oder aus Kostengründen zu streichen, zählt allerdings ebenfalls nicht als Priorisierung. Hätte man die User der DVD-Player nach einem Jahr gefragt, welche Funktionen sie am häufigsten benutzt haben, wäre es möglich gewesen, eine reduzierte und schlankere Benutzeroberfläche zu gestalten und Überforderung durch zu viele Optionen zu vermeiden. Wer hat es wieder einmal geschafft, dieses Problem zu lösen? Apple natürlich ;)

user_experience_remote@2x
user_experience_apple_remote@2x

#5 Iteratives Vorgehen und Validierung

Im UX- & UI-Designprozess gehen wir iterativ vor. Das bedeutet, dass wir uns gemeinsam mit unseren Kunden Schritt für Schritt, in engen, regelmäßigen Abstimmungen der endgültigen Lösung nähern. Diese Vorgehensweise erfordert eine laufende Validierung und Weiterentwicklung von Konzept und Design. Die Validierung findet dabei unter Anwendung einer UX- Research Methode statt, beispielsweise einem Usability Test.

Diese Iterationsschleifen haben den Vorteil, dass das Design fortlaufend mit echten Usern abgetestet wird. So können wir sicherstellen, dass wir nur in Konzepte investieren, die funktionieren und vom User akzeptiert werden. Die Ressourcen werden somit effizienter genutzt und der Weg zum Ziel fällt wesentlich weniger holprig aus.

Unser Credo lautet: Vor dem Programmieren validieren!

Mithilfe eines Usability Tests validieren wir bereits in einem frühen Stadium die User Akzeptanz und wissen so, wie die weiteren Schritte bis zum Launch aussehen müssen.

MASSIVE ART UX Prozess

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