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Usability
Tests:
Eine
UX
Research
Methode

2020-08-usability-massiveart

5 Gründe, weshalb kein Weg an dieser UX Research Methode vorbeiführt

Ein Usability Test ist eine UX Research Methode. Sie kann unter anderem aus einem Interview, Beobachtungen und vordefinierten User Tasks bestehen. Im Fokus eines Usability Tests liegt immer ein Feature, welches abgetestet wird. Im Gegensatz zu quantitativen Untersuchungen, in der mengenmässige Aussagen aufgrund einer grossen Stichprobe getroffen werden, werden in einem qualitativen Usability Test die Gründe und Motive der User erforscht. Fragen rund um das „Wie“ und „Warum“ möchten geklärt werden.

Auf dem Prüfstand: User-Akzeptanz und Produktnutzen

Insbesondere dann, wenn die User-Akzeptanz gegenüber einem sehr neuartigen Konzept oder Produkt ungewiss ist oder es sich um eine sehr hohe Investitionssumme handelt, empfehlen wir unbedingt vorab einen Usability Test durchzuführen. Dadurch erhalten wir Gewissheit, ob die User einen Nutzen darin sehen und wirkliche Userprobleme gelöst werden. Zudem erhalten wir Feedback aus erster Hand, wie etwa:
 

  • Beobachtungen von Stolpersteinen im Userflow
  • Geäusserte Wünsche zu weiteren nützlichen Features

Wichtig bei der Durchführung der jeweiligen Usability-Methode: Keine Suggestiv-Fragen oder eine Beeinflussung durch zu direkte Fragen des Interviews! Denn was zählt, sind die unvoreingenommenen Anmerkungen des Users.
 
Als UX-Consultants ist es uns ein Anliegen, uns für mehr Usability Testings in Projekten auszusprechen. Folgende fünf überzeugenden Gründe veranschaulichen, wieso auch Sie beim nächsten Projekt keinen Halt vor einem Usability Test oder einer anderen UX-Research Methode machen sollten. 
usability-test-user-experience
Workshop mit UX Consultant Claudia Fischer

1. Durch die richtige User-Brille schauen

Es gibt etliche Szenarien davon, wie ein User sich durch eine Website, einen Webshop, ein Intranet bewegt. Auch werden die Wege eines Users in Apps, Konfiguratoren, Product Findern oder ähnlichem skizziert. Darüber könnte ewig philosophiert werden. Wir bevorzugen den direkten Weg – wir fragen die User! Und zwar jene User, die schlussendlich auch die Verwender des neuen digitalen Produktes sein werden und keine rein hypothetischen Personas. Sie liefern uns ehrliche Antworten, was eine optimale User Experience und Usability für sie ausmachen. Die Rekrutierung der richtigen Probanden ist hierfür allerdings erfolgsentscheidend. Ein Screening Sheet, in dem genau festgehalten wird, welche Personen gesucht sind, kann Abhilfe schaffen.

2. Fünf Probanden sind ausreichend

Ein Mythos, den ich besser gleich zu Beginn aufkläre: Usability Tests sind nicht nur etwas für die dicke Geldbörse! Laut den UX-Gurus Nielsen/Norman können und sollen Usability Tests sogar in einem sehr kleinen Rahmen durchgeführt werden und verlangen keinesfalls immer ein riesengrosses Setup und ein grosses Budget – das wäre bloss vergebene Liebesmüh! Das ist auch der Ansatz, welchen wir bei MASSIVE ART verfolgen.

Die nachstehende Grafik zeigt, dass die magische Stichprobenzahl bei fünf Probanden liegt. Aus den Erkenntnissen dieser fünf Teilnehmer können bereits 80 Prozent aller Usability-Probleme und Stolpersteine aufgedeckt werden. Danach flacht die Lernkurve steil ab. Zudem ist erwähnenswert, dass bereits ein User alleine 30 Prozent aller Stolpersteine aufdecken kann.

Es lohnt sich also immer, das Konzept oder Design mit mindestens einem User oder einer, nicht im Projekt involvierten Person, abzutesten, bevor programmiert wird! Das Projektteam und auch der Kunde sind ab einem gewissen Punkt so tief im Projekt, dass es sich oft kaum vermeiden lässt, bereits viel diskutierte Funktionalitäten als absolut logisch hinzunehmen oder kleine Denkfehler nicht zu bemerken.

UX_Usability_Test

3. Frühzeitig Stolpersteine aufdecken und Fehlinvestitionen verhindern

Unsere Devise lautet: In der Designphase ist alles noch möglich und noch nichts zu spät! Der Aufwand für die Konzeption, Durchführung und Auswertung eines Usability Tests ist im Gegensatz zu einer hohen Investitionssumme für die technische Umsetzung eines Features oder eines Portals, dass das Userbedürfnis nicht erfüllt, sehr gering.

Ein Usability Test hilft uns nicht nur, Stolpersteine aufzudecken und Fehlinvestitionen zu verhindern. Es gelingt uns auch, Prioritäten neu zu definieren. Ursprüngliche Denkansätze können durch gezielte Usertests hinterfragt und gegebenenfalls mit einem ganz neuen Ansatz, der in den Anfangsphasen des Projekts nicht absehbar war, umgesetzt werden. Durch diese Vorgehensweise konnten auch unsere Kunden bereits Fehlinvestitionen vermeiden und dadurch ihr Budget optimiert einsetzen. Aber nicht nur das: Am Ende haben sowohl unsere Kunde als auch Ihre User bekommen, was sie sich gewünscht haben.

4. Das UI-Design ist wichtig, die Usability auch #aussenbarbie_inneneinstein

The only way to get UX-design right is to test it.

Jakob Nielson, Ph.D., User Advocate, Co-Founder and principal of the Nielsen Norman Group

Ein gutes Design muss nicht erklärt werden, der User versteht es instinktiv. Unterbrechungen durch hypermoderne Animationen – egal auf welchem Portal – beeinträchtigen die User-Experience negativ. Ein Usability Test gibt Aufschluss, ob die User ein Element oder eine besondere Funktion intuitiv verstehen, bedienen können und auch mögen. Insbesondere die vorab definierten User Tasks, die ein Proband während dem Testing zu lösen versucht, geben dafür die beste Antwort.

Versucht ein User sich über mühsame Umwege zum Ziel zu navigieren, übersieht oder missinterpretiert er Funktionen oder den Content, ist das Konzept fehlgeschlagen.

5. User und Unternehmen profitieren von branchenübergreifenden Learnings

Egal, wie empathisch und erfahren ein UX-Consultant ist, auch wir lernen stets dazu! Selbst das ausgeklügeltste UX-/UI-Design ist erst dann erfolgreich, wenn es den User-Härtetest besteht. Die gewonnenen Insights liefern uns nicht nur datengestützte, handfeste Argumente gegenüber unserer Kunden, sondern rechtfertigen auch intern unsere Entscheidungen. Das gewonnene Wissen können wir direkt in andere Kundenprojekte – auch branchenfremde – miteinfliessen lassen.

Ein Usability Test ist eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten! Sagen auch Sie „Ja“ zu einem Usability Test? Lassen Sie uns reden – ich würde mich über eine Unterhaltung zum Thema sehr freuen!

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