Alles neu hier

MASSIVE ART – Alles neu hier
MASSIVE ART – Alles neu hier

Wir haben was neu gemacht, nämlich uns selbst. Also, nicht als Firma, sondern „nur“ von außen gesehen: Logo, Website, Geschäftsunterlagen – unsere komplette Corporate Identity erscheint in neuem Glanz. Das war ein recht intensiver Prozess, das kann ich Ihnen sagen. Warum? Nun, es gibt ja einen Grund, dass sich Anwälte nicht selber verteidigen, Ärzte nicht selbst behandeln und Pfarrer auf ihre Kollegen vertrauen, wenn’s um die Beichte geht. Trotzdem haben wir nach vielen Stunden Arbeit einen Weg gefunden, alles hinter uns zu lassen, was uns in den letzten Jahren ausgemacht hat und etwas völlig neues zu erschaffen. Ach ja, Grund für den ganzen Stress ist übrigens das 20-jährige Jubiläum der Marke „MASSIVE ART“.  Also, wie haben die das gemacht, fragt sich der interessierte Zaungast. Hier die Antwort, die eigentlich mit einer Frage begonnen hat.

Was macht eine Kommunikationsagentur erfolgreich? Diese Frage beschäftigt mich nun seit mittlerweile zwanzig Jahren. 1997 haben wir – damals noch fünf Studenten der Fachhochschule Vorarlberg – MASSIVE ART gegründet. Von Anfang an war es uns wichtig, unseren eigenen Weg in der Agenturwelt zu finden und zu gehen. `97 waren wir nicht gerade gut darin. Dank Business-Angel sind wir zwar schnell gewachsen, im gleichen Tempo zeigten sich aber auch die Probleme, die unerfahrenen Unternehmern gerne mal das Genick brechen.

5 Studenten, keine Ahnung vom Business aber gleich mal einen Investor an der Angel. So gründete man 1997 eine Internetfirma.

Der Verkauf an eine große Schweizer IT-Firma war damals unsere Rettung. Aber nicht für lange, denn die kulturellen Unterschiede waren dann doch zu groß. Und so kam es ein paar Jahre später wieder zum Eigentümerwechsel. Ein Großkunde übernahm MASSIVE ART und wollte die Agentur zur Softwareschmiede umbauen. Das hat einigen von uns gefallen, anderen nicht – zu letzteren zählten mein Partner Rainer Schönherr und ich. So beschlossen wir die Reste des Agenturteams heraus zu kaufen. Nach zähen Verhandlungen starteten wir 2010 mit fünf Mitarbeitern. Sieben Jahre später sind wir auf fast 50 Köpfe gewachsen und konnten 2016 unser bisher bestes Geschäftsjahr abschließen. Also, was macht denn jetzt eine Agentur erfolgreich?

Die Antwort klingt banal, aber sie bestimmt unser gesamtes Tun. Und sie war das Licht am Ende des Tunnels unseres Redesigns: Fokussiere dich!

A big fish in a little pond

In unserem Heimmarkt Vorarlberg, dem westlichsten Bundesland Österreichs, leben 388.711 Einwohner. Die Fachgruppe Werbung der Wirtschaftskammer zählt 800 registrierte Mitglieder, dank Zwangsmitgliedschaft eine sehr akkurate Zahl. Das macht in etwa eine Agentur pro 485 Einwohner! Zugegeben, da sind zahlreiche EPU dabei. Dennoch kann ich mir nicht vorstellen, dass es viele Orte in Europa gibt, die so dicht mit Kommunikationsspezialisten besiedelt sind, wie unser kleines Fleckchen. In diesem Umfeld sind wir die größte Agentur – auf Englisch heißt das passend: „the big fish in a little pond“. Eine Auszeichnung, die mir persönlich nicht viel bedeutet, aber sie zeigt doch, dass man hier ein verhältnismäßig großes Unternehmen aufbauen kann.

In Vorarlberg, dem westlichsten Bundesland Österreichs, gibt es durchscnittlich eine Agentur pro 485 Einwohner!

Quelle: kommunikation-vorarlberg.at & wikipedia.org

Unser Fokus war schon immer die Digitalisierung, auch wenn uns das anfangs nicht wirklich bewusst war. Damals in den Neunzigern hieß das halt noch „Homepage“. Und das Erfolgsrezept war die Beherrschung einiger banalen HTML Tags sowie Photoshop. Der Bubble-Burst ab Ende 2000 hat dann allen aber gehörig den Hintern versohlt. Plötzlich wollten die Kunden Lösungen, die auch etwas leisteten und ihr Geld wert waren. Die Conversion war geboren und Google hatte an allem maßgeblich Schuld. Wir haben uns angepasst, dazugelernt und versucht am Ball zu bleiben. So richtig gelungen ist uns das aber sehr lange nicht.

Internet Agentur, braucht das jemand noch?

Es kam eine Zeit, in der bei uns die Meinung vorherrschte, dass sich eine Homepage-Schmiede nicht mehr rentieren würde. Dass das alles sowieso in ein paar Jahren von fertigen WordPress-Templates abgelöst wird. Darum der Drang unseres damaligen Eigentümers, mehr in Richtung Software zu gehen. Ich war mir aber nie so richtig sicher, ob das auch wirklich stimmte. Denn wir hatten Kunden, die froh waren, dass sie einen Partner hatten, der sie in der komplexen digitalen Welt begleitete. Und dann ging irgendwann endlich der Knopf auf: Es geht gar nicht um Homepages, es geht um die Digitalisierung der gesamten Unternehmenswelt! Und eine Homepage (OK, jetzt reicht’s, wir sagen ab sofort „Website“!) ist nur das Mittel zum Zweck. Dabei reicht manchmal sogar ein fertig gekauftes WordPress-Template. Aber eigentlich nur ganz selten.

Die klassische Internet Agentur wird doch sowieso in ein paar Jahren von fertigen WordPress-Templates abgelöst. Oder?!

Somit waren die Hirnschleusen geöffnet und ab 2010 hatten wir wieder die Freiheit uns weiterzuentwickeln. Wir haben in neue Mitarbeiter investiert und Technologien dazugelernt – aber vor allem haben wir die Beratung ausgebaut. Dann, vor etwa zwei Jahren, haben wir erkannt, dass das alte MASSIVE ART auch wirklich gar nichts mehr mit dem neuen MASSIVE ART zu tun hat. Da muss also auch die Corporate Identity angepasst werden. Aber sich von alten Denkmustern zu trennen ist halt nicht so einfach, das verstehen sicher die meisten. Über ein Jahr lang haben wir versucht, unser altes Ich irgendwie beizubehalten. Nur nicht das Logo angreifen, das ist heilig! Und bei der Website wollen wir erst gar nicht anfangen. Irgendwann ist dann aber mal Schluss gewesen. Es tut zwar weh, aber alles muss neu werden! Das wird was kosten …

Von Anwälten, Ärzten und Pfarrern habe ich ja schon gesprochen. Designer sind da keine Ausnahme. Sich selbst zu gestalten, ist verdammt hart. Darum hat es ziemlich lange gedauert und einiges an Energie (=Budget) verbrannt. Aber hier ist es nun also, unser neues Logo:

Das neue MASSIVE ART Logo
Das neue MASSIVE ART Logo

Dahinter versteckt sich natürlich ein sehr smartes und kopflastiges Konzept. Nämlich, dass MASSIVE ART auf drei Säulen aufgebaut ist: Consulting, Creativity und Technology. Und weil wir nicht irgendeine Agentur, sondern eine DIGITAL AGENTUR sind, haben wir auch das im Logo abstrakt verarbeitet.

Die Idee hinter dem neuen MASSIVE ART Logo
Die Idee hinter dem neuen MASSIVE ART Logo

Und dann der Claim. Unser altes „Wir machen das“ war in der Szene ja schon fast berüchtigt. Aus heutiger Sicht hat es perfekt zur Homepage-Schmiede gepasst. Als solche verstehen wir uns heute allerdings nicht mehr, sondern viel mehr als Denkwerkstatt. Und da kam uns wieder die Fokussierung zur Hilfe. Bringen wir es doch einfach auf den Punkt, für uns gilt: Digital first.

Digital first. Das Credo von MASSIVE ART
Digital first. Das Credo von MASSIVE ART

Darüber könnte ich jetzt meilenweit Text verfassen. Werde ich auch noch, aber zu einem späteren Zeitpunkt. Jetzt sei nur gesagt: Seit mittlerweile zwei Jahren sind wir zunehmend als Lead-Agentur für Unternehmen tätig. Soll heißen: Nicht wir arbeiten dem klassischen/analogen Marketing zu, sondern umgekehrt. Noch nie war „Digital first“ so real wie heute. Es ist kein Wunschdenken, sondern die Realität, in der wir uns befinden. Und darum schreiben wir das ab sofort überall groß drauf. Damit es auch jeder sieht und versteht und wir es ja nicht vergessen.

Wir haben auf unserer neuen Website (eigentlich ist es nur die Landingpage einer viel größeren Seite, die etwas später folgt) eine schöne Animation, die diese Vision in einfache Sinnbilder fasst. Ein Hoch auf unsere beiden Designer Philipp und Tim, die das kleine Wunder vollbracht haben, ein so komplexes Thema mit Strichen und Kreisen darzustellen. Und Thomas, der arme Entwickler, der das umsetzen musste, hat fast schon auf unmenschliche Art mein ständiges Nörgeln ertragen und ein technisches Meisterwerk geschaffen. Danke an Euch und an alle, die an diesem Projekt beteiligt waren. Eigentlich war es die ganze Agentur, aber insbesondere Cornelius, Daniel, Stefanie, Myrthe, Aline und Kate. 

Und damit ist MASSIVE ART 2.0 gelauncht. Ich hoffe, wir gefallen Ihnen und falls nicht, können Sie uns auf Facebook oder Twitter zerreißen. Wir werden es überleben. Denn selten waren wir so von etwas überzeugt, wie von unserem neuen Selbst. Und es kommt noch viel mehr auf Sie zu. Es bleibt spannend. Versprochen!

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