Animationen richtig erstellen – wie ich bei MASSIVE ART die GIF's tanzen ließ

MASSIVE ART Animationen richtig erstellen – wie ich bei MASSIVE ART die GIF's tanzen ließ
Julia liebt das Tanzen. Für uns hat sie im Praktikum eine Vielzahl an GIF's zum Tanzen gebracht.

Für drei Monate tauschte ich das Studentenleben an der FH Vorarlberg gegen das aufregende Leben bei MASSIVE ART. Es erwarteten mich: Neue Gesichter und ein Programm, vor dem ich anfangs Respekt hatte.

After Effects hatte ich bis dato noch nicht allzu oft verwendet. Doch ich merkte schnell, dass wir uns besser früher als später anfreunden sollten. So startete ich mit Neugier in das Schaffen meiner allerersten Animation.

Graphics Interchange Format

Was sind denn überhaupt GIF’s? Das sind kurze, sich endlos wiederholende, animierte Videos. Meistens erfüllen sie einen unterhaltenden Zweck, was sicher ein Grund für den großen Erfolg ist. Oft werden GIF’s auch zu pädagogischen Zwecken eingesetzt. Die Endlosschleife des Videos fordert uns Betrachter auf, das Video mehrmals anzuschauen – das intensiviert den Fokus und der Inhalt wird verinnerlicht.

Aus Überforderung wird lässige Routine

Anfangs waren da so viele Ideen, die umgesetzt werden wollten. Doch es fehlten mir manche Skills. In meiner Freizeit bin ich leidenschaftliche Tänzerin und da ist es wie in der Arbeitswelt: Man lernt nur durch Übung! Bald habe ich einen Ablauf geschaffen, der mich effektiver und so auch kreativer werden ließ. Meine fünf Schritte zur Erstellung von GIF’s stelle ich euch hier vor.

Fancy GIF's erstellen in 5 Schritten

1. Motiv

Entweder ich erstelle mit After Effects ein neues GIF oder nehme ein bereits vorhandenes Video und konvertiere dieses zu einem GIF. In beiden Fällen ist an das Endformat zu denken: Soll es später für Facbeook, Instagram oder doch für ein Blog genutzt werden? Die jeweiligen Social Media Größen habe ich in einem Social Media Size Guide zusammengefasst.

2. Weniger ist mehr

Diesem Motto bin ich am Anfang wohl eher weniger gefolgt, bis ich dann merkte: Es macht Sinn, auf weniger Farbe und weniger Feuerwerk zu setzen. Zu viel Farbe hat eine größere Datenmenge zur Folge. Zudem wirkt ein GIF mit weniger Farbe meist ruhiger und ist angenehmer anzusehen. 


3. Video importieren

Um ein Video zu importieren, öffne ich Photoshop und folge den einfachen Importschritten:
 Datei —> Importieren —> Videoframes in Ebenen. Das Video wird jetzt zu einer Reihe von sogenannten„still images“ konvertiert. Nun gibt es zwei Möglichkeiten: Das Video als Ganzes von Anfang bis Ende zu importieren oder nur eine bestimmte Sequenz. Von letzterem würde ich abraten. Es verspricht zwar später eine kleine Datenmenge, die Qualität nimmt aber deutlich ab.

4. Qualitätseinstellungen

Um das Video G(r)IF(f)bereit zu machen, folge ich den Exporteinstellungen:
 Datei —> Exportieren —> Für Web speichern. Hier spiele ich gern mit den verschiedenen Einstellungen. Meine Favourites sind aber recht einfach:
 GIF, Dithering 128 und ganz wichtig – Option für die Schleifenwiedergabe: Endlos. Ich habe es gefühlte 900 Mal vergessen (shame on me!).

Zu beachten: Das finale GIF sollte nicht mehr als ein paar wenige Megabytes haben, damit der Browser nicht zu lange lädt.

5. Video speichern

Ein Klick auf „Speichern“ und schon ist das GIF einsatzbereit. Ob für Social Media, Messaging oder auch für Blogbeiträge.

Im Notfall hilft Freeware

Sind Programme wie Photoshop oder After Effects nicht verfügbar, dann gibt es mittlerweile schon Freeware, die "beinahe" dasselbe GIF-Ergebnis ermöglichen:


Doch das Wichtigste: Ausprobieren! Es macht Spaß, zu experimentieren und Neues zu lernen! Ich denke, mein kleiner GIF-Guide kann als Starthilfe für das Schaffen von vielen neuen GIF’s dienen.

Wertvolle Zeit bei MASSIVE ART

Mein letzter Tag bei MASSIVE ART ist angebrochen. So ein Praktikum ist in jeder Hinsicht wertvoll, denn die echte Arbeitswelt ist kaum mit einem Studium zu vergleichen. Stressige Zeiten und Deadlines gibt es natürlich bei beiden. Dennoch ist es etwas anderes, wenn man plötzlich nicht nur die Verantwortung für sich selbst, sondern auch für Kunden und die Agentur hat. Da kann ich zum Schluss nur mit Freude sagen:

Zum Glück sieht man sich (hoffentlich) immer zweimal im Leben.

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