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Interactive
West
2019

interactive west 2019

Ein etwas anderer Nachbericht: Interactive West 2019

„Kühne Visionen, revolutionäre Ideen, spannende Start-up-Storys und vieles mehr!“ - das versprach die Interactive West - die grösste Digitalkonferenz im Bodenseeraum. Aber hielt die stetig wachsende Digitalkonferenz wirklich was sie versprach? MASSIVE ART war auch dieses Jahr wieder live dabei.

Unsere Meinung – unverfälscht und ehrlich.

09:00 - die Türen öffneten sich, die ersten Gleichgesinnten betraten die Halle. Auch wir waren unter den Ersten und gönnten uns zuerst mal einen Kaffee, um voller Euphorie und Energie in den Tag zu starten. Wir nutzten die Zeit zwischen Einlass und offizieller Eröffnung dazu, um uns ein Bild von der Halle zu machen, bekannte Gesicher zu begrüssen und um zu networken. 

10:30 - Gerold Riedmann, Moderator und Co-Founder der Interactive West eröffnete die Digitalkonferenz oder, um es in seinen Worten zu sagen „die Jahreshauptversammlung des Internets“ mit demselben Witz, den er bereits im Vorjahr gebracht hatte. Nach einer kurzen und unterhaltsamen Einleitung, die den einen oder anderen Besucher zum Schmunzeln brachte, war auch schon der erste Speaker an der Reihe.

10:40 - „Make Amazon your B*itch“ lautete der Titel des ersten Talks. Jan Bechler, Keynote Speaker, Internet-Unternehmer und Experte für digitales Marketing, erklärte wie der Online-Gigant tickt und präsentierte 10 Tipps, die es in sich haben. Untermalt von spannenden Fakten über Amazon, die für einige Besucher sicherlich Neuland waren, war der Talk der perfekte Einstieg für die #IAW19.

11:10 - Nach diesem imposanten, aber leicht verdaulichem Einstieg, folgte die jährliche Werbeeinschaltung: Nadine Neubauer von Facebook Berlin erklärte altbekannte Features von Instagram, die jedem Digital Native bereits vor dem Talk bekannt waren. Kurze Zusammenfassung: Werbung auf Instagram ist wichtig.

11:40 - Der letzte Talk vor der Mittagspause - mein persönliches Highlight der IAW: „On the Way to New Work“ von Michael Trautmann (oder „New York“ – wie der Grossteil der Besucher zuerst gelesen hatte). Meiner Meinung nach ein hochspannendes und zeitgemässes Thema: die derzeitige Veränderung in der Arbeitswelt. Zusammen mit Christoph Magnussen geht Trautmann der Frage nach, wie Unternehmen die aktuellen New Work-Ansätze wie

  • Mitarbeiterbeteiligung,
  • Hierarchieabbau und
  • neue Führungswege

in ihre Personalstrategie und Organisationsgestaltung einbauen können, um den Wandel in der Arbeitswelt positiv mitzugestalten.

Learning des Tages: New Work ist mehr als nur Matcha Latte! Besonders interessant fand ich die Ansätze der "Quiet Hours" oder des "No Meeting Wednesday". Letzteres soll das fokussierte und konzentrierte Arbeiten fördern, in dem man einen Tag lang keine Termine plant.

12:10 - Mittagessen. Ungewöhnliche Zeit. In Vorarlberg wird um Punkt 12 gegessen. Trotzdem waren die kulinarischen Genüsse in der Lunch Pause überaus lecker und es war für mindestens die Hälfte der Besucher etwas da. Das kleine gemütliche Foyer vom Vorjahr, das zum Networken einlud, wurde durch eine weitläufige, dunkle Messehalle ersetzt. Der Nachteil: die Besucher waren stark zerstreut. Hungrig ging es zurück zu den nächsten Talks.

13:10 - Das Nachmittagsprogramm begann: Stephen Croome startete mit dem Talk „Vom Start-up zum erfolgreichen Business“. Seine Devise: Mit wenig Mitteln ein möglichst grosses Wachstum erreichen. „Growth Hacking“ - ein Begriff, der mittlerweile überall bekannt ist und meiner Meinung nach bereits ein alter Hut, scheint nun auch im Ländle angekommen zu sein.

Danach folgte ein Talk von Landeshauptmann Markus Wallner, der wie bereits letztes Jahr über die Digitalisierung in Vorarlberg sprach. Anschliessend war es Zeit für die Brainsnack Session: fünf mutige Jungunternehmer und Jungunternehmerinnen aus Vorarlberg sprachen über ihre Erfahrungen und revolutionären Ideen. Neben den grossen digitalen Playern war es spannend zu sehen, welche Ideen regionale Start-ups hatten und wie sie diese umsetzten.

Am Start waren:

14:50 - Energy Break. Da wir bereits in den Vorjahren die IAW besuchten, freuten wir uns umso mehr auf Kaffee und Kuchen. Fehlanzeige: Coffee break gibt es erst um 16:55!
 
15:20 - FuckUp Session - Erfolgreich scheitern. Ein bekanntes Konzept von Saša Filipović, der den Versuch wagte, gescheiterte Projekte auf die Bühne zu holen, um auch einmal über die unschönen Seiten des Gründertums zu sprechen. Wortgewandte Redner boten einen hohen Unterhaltungswert – trotz niedrigem Blutzucker. Top!
 
16:05 - OMR Live Podcast mit N26 Gründer Valentin Stalf. Der Vortrag war mein zweites Highlight der Interactive West. Denn die Onlinebank ist derzeit nicht nur wegen
  • der Finanzaufsicht,
  • ihrem Kundenservice,
  • ihrem Datenschutzverständnis und
der Tatsache, dass sie zu den Lieblingsbanken von Betrügern und Geldwäschern gehört in den Medien, sondern nun auch auf der IAW 2019. Mit hoher Informationsdichte und viel Unterhaltungswert erzählte der Wiener im Live Podcast über den exorbitanten Erfolg seines Start-Ups.
 
16:55 – Zeit für die lang ersehnte Kaffeepause! Der Koffein- und Zuckerkick gab den Besuchern noch einmal Energie für die letzten Talks, bevor es in den wohlverdienten After-Work ging.
 
17:55 – In der letzten Runde drehte sich alles um Smart Energy-Infrastruktur Lösungen und Drohnen-Rennsport. Den Abschluss machte Aya Jaff aka Mrs. Code, wie sie von der ZEIT betitelt wurde. Der Talk der Digitalrevolutionärin und Autorin war zwar höchst interessant, allerdings blieben nur wenige Besucher bis zum Ende. Denn nur wenige von uns wollten den gleichen Fehler wie beim Mittagessen oder Abendessen machen und erneut leer ausgehen. 
 
19:25 - Afterwork, Food, Drinks & Electronic Beats. Der Andrang war gross, die Häppchen (eher) klein. Vom üppigen BBQ Buffet des Vorjahres fehlte im Innenhof jede Spur. Stattdessen gab es ein Buffet, dessen Filmtitel „Liebling, ich habe das Abendessen geschrumpft“ wäre. Zu unserem Glück hatte der königliche Schachtelwirt erst wenige Tage zuvor in der Nähe der Messehalle eröffnet.

Fazit:

Alles in allem eine sehr solide Veranstaltung, die in den letzten Jahren stark gewachsen ist. Die Frage ist jedoch: ist grösser immer gleich besser? Wir finden nicht.

  • Weitläufige, abgedunkelte Hallen, die nicht wirklich zum Austausch mit Gleichgesinnten einluden.
  • Wenig Talks, die wirklich Neues beinhalteten.
  • Budgetkürzungen beim Buffet, die in den Pausen bei vielen Besuchern im Mittelpunkt standen.
  • Auch auf den liebevoll gepackten Goodie bag des Vorjahres wurde heuer verzichtet. Als Abschiedsgeschenk gab es einen Sechserträger Smoothies.

Fakt: Hätte man die 298,00 Euro des Early Bird Tickets der Interactive West in Bitcoin investiert, hätte man bis zum Schreiben dieses Artikels 126,00 Euro Gewinn gemacht. Das sind 42 % ROI (Return on Investment).

Bildquelle: Interactive West

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